Reinhard Grindel (Foto: dpa/Arne Dedert)

DFB-Präsident Grindel tritt zurück

  02.04.2019 | 17:27 Uhr

Reinhard Grindel ist von seinem Amt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurückgetreten. Damit hat er die Konsequenzen aus öffentlichem Druck und eigenem Fehlverhalten gezogen.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte berichtet, Grindel habe als Aufsichtsratsvorsitzender einer DFB-Tochtergesellschaft 78.000 Euro erhalten. Zudem soll er laut "Bild" eine teure Luxusuhr als Geschenk angenommen haben. Auch deshalb war der Druck auf ihn zuletzt gestiegen.

Video [aktueller bericht, 02.04.2019, Länge: 2:44 Min.]
Rücktritt des DFB-Präsidenten Reinhard Grindel

Der Übergangspräsident des saarländischen Fußballverbandes, Adrian Zöhler, äußerte sich erleichtert zum Rücktritt Grindels. "Es ist für den deutschen Fußball gut, wenn klare Verhältnisse da sind." Jetzt gelte es, den richtigen Nachfolger oder die richtige Nachfolgerin zu finden. "Jemanden, der Ideen mitbringt und der in er Lage ist, den DFB in ruhigeres Fahrwasser zu bringen."

"Grindel hat sich von einem Fettnapf in den anderen bewegt"
Audio [SR 3, Interview: Frank Hofmann, 03.04.2019, Länge: 03:03 Min.]
"Grindel hat sich von einem Fettnapf in den anderen bewegt"
Thomas Kistner, Sportredakteur der Süddeutschen Zeitung, sagte im Gespräch mit dem SR, der DFB habe eine ständige Affären-Situation rund um die Wachablösungen an der Spitze. Kistner meinte, ihn würde es nicht wundern, wenn der aktuelle Schatzmeister Stephan Osnabrügge beim nächsten Wahlkongress der Wunschkandidat des DFB wäre.

sportschau.de
Grindel tritt zurück

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 02.04.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen