Innenminister Bouillon plant Investitionen in Sportereignisse (Foto: SR)

Bouillon für Risikospiel-Gebühren

Stefan Hauch / Onlinefassung: Axel Wagner   02.04.2019 | 15:48 Uhr

Der saarländische Innen- und Sportminister Klaus Bouillon (CDU) unterstützt die Forderung, den Profifußball in Deutschland an den Kosten für die Sicherung von sogenannten „Hochrisikospielen“ zu beteiligen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte vergangene Woche beschlossen, dass dies grundsätzlich möglich ist.

Es könne nicht sein, dass eine Organisation, die Milliardeneinnahmen erziele und Millionengehälter zahle, der Allgemeinheit die Kosten für die Sicherung der Events aufbürde. Bouillon sagte, es brauche eine bundesweit einheitliche Lösung – am besten über einen Fonds, in den die Deutsche Fußball-Liga (DFL) einzahlen solle.

Für das Saarland und seine Vereine seien Gebühren zu Prüfen. Als Haushaltsnotlageland könne das Saarland möglicherweise dazu verpflichtet sein, Gebühren für die Sicherung von bestimmten Spielen zu erheben. Das allerdings erst, wenn alle Detailfragen juristisch geklärt sind und die Angelegenheit sämtliche Gerichtsinstanzen passiert habe. Das könne noch Jahre dauern, so Bouillon, mit offenem Ausgang. 

Video [aktueller bericht, 02.04.2019, Länge: 2:34 Min.]
Gebühren für „Hochsicherheits-Fußballspiele“ auch im Saarland?

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 02.04.2019 berichtet.

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