Fußball auf einem Rasen (Foto: dpa)

Land fördert wieder Naturrasenplätze

  23.07.2019 | 19:40 Uhr

Das Land hat ein Programm zur Förderung von Naturrasenplätzen aufgelegt. Wie das Sportministerium mitteilte, reagiert man damit auf die Diskussion über ein mögliches Verbot von Gummigranulat auf Kunstrasenplätzen durch die EU-Kommission. Bisher hatte das Misterium die Vereine beim Bau von Kunstrasenplätzen finanziell unterstützt.

Kollgengespräch: "Gemach! Die EU plant nicht, Kunstrasenplätze zu verbieten"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Frank Hofmann / Thomas Wollscheid, 24.07.2019, Länge: 03:03 Min.]
Kollgengespräch: "Gemach! Die EU plant nicht, Kunstrasenplätze zu verbieten"

Ingesamt drei Millionen Euro für die nächsten drei Jahre - so viel Geld stellt das Sportministerium in seinem neuen Programm zur Förderung von Naturrasenplätzen zur Verfügung. Daneben will das Ministerium aber auch die einzelnen Vereine, die Kunstrasenplätze haben, hinsichtlich eines alternativen Füllmaterials beraten und dieses fördern. Auch die Sanierung eines Kunstrasenplatzes mit alternativen Bauweisen, beispielsweise durch Korkverfüllung soll finanziell unterstützt werden, kündigt das Ministerium an.

Kunstrasen wurde über Jahre mit Millionenbeträgen gefördert

Von den insgesamt rund 390 Sportplätzen im Saarland sind aktuell 127 mit Kunstrasen ausgestattet. Die Landesregierung hatte über Jahre den Bau von Kunstrasenplätzen finanziell gefördert. Inzwischen sind sie in die Kritik geraten. Weil sie Mikroplastik freisetzen, erwägt die EU sie ab 2022 verbieten. Der saarländische Fußballverband hatte im SR bereits vor den finanziellen Konsequenzen für die Vereine gewarnt.