Ein Schiedsrichter mit Fahne unter dem Arm schreibt auf seine Schiedsrichterkarte. (Foto: pixabay.com/taniadimas)

Geldstrafe wegen Schiedsrichterbeleidigung

Stefan Hauch   19.09.2019 | 13:06 Uhr

Das Amtsgericht St. Ingbert hat den Spielertrainer eines saarländischen Fußballvereins wegen Beleidigung und Bedrohung eines Schiedsrichters verurteilt. Er muss eine Geldstrafe zahlen.

Spielertrainer zu Geldstrafe wegen Schiri-Beleidigung verurteilt
Audio [SR 3, Stefan Hauch, 19.09.2019, Länge: 00:50 Min.]
Spielertrainer zu Geldstrafe wegen Schiri-Beleidigung verurteilt

Der Schiedsrichter aus Ottweiler hatte den Spielertrainer angezeigt, weil dieser ihn nach einer Kreisligapartie an der Schulter gepackt und massiv beleidigt hatte. Nach einer Zeugenbefragung folgte das Gericht der Darstellung des Klägers. Der Beschuldigte wurde zu 35 Tagessätzen zu je 20 Euro verurteilt. Der Spielertrainer hatte den Vorwürfen schriftlich widersprochen - akzeptierte aber nach Beratung mit seiner Anwältin das Urteil.

Vierwöchige Sperre

Bereits im Vorfeld hatte die Sportgerichtsbarkeit den Spielertrainer zu einer Sperre von vier Wochen und einer geringen Geldstrafe verurteilt.

Der betroffene Schiedsrichter sprach von einem wichtigen Zeichen in der laufenden Diskussion um den Umgang mit Schiedsrichtern. Anfang der Woche hatte bereits das saarländische Innenministerium angekündigt, entschlossen gegen Gewalt gegen Schiedsrichter vorzugehen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 19.09.2019 berichtet.

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