Logos der Vereine FC Saarbrücken und SC Verl (Foto: SR/Vereine)

Der 1. FC Saarbrücken empfängt den SC Verl

Frank Grundhever   22.07.2022 | 14:06 Uhr

Zum Auftakt der Drittliga-Saison will der 1. FC Saarbrücken direkt voll durchstarten. Im Heimspiel gegen den SC Verl gibt es für die Blau-Schwarzen deshalb nur ein Ziel: siegen.

Wollen Mannschaft und Trainer nach dem ersten Spieltag in Ruhe weiter arbeiten, dann sollte sich das Team anschicken, gleich mal einen Dreier einzufahren. Denn das traditionell nervöse Umfeld der Blau-Schwarzen wird einen Ausrutscher zum Start sicher nicht so ohne Weiteres hinnehmen. 

Ein guter Start ist eminent wichtig für Coach Uwe Koschinat, denn am zweiten Spieltag steht dann schon das Derby gegen Elversberg an. Und da wollen er und der rundum erneuerte Kader nicht schon gleich unter Druck stehen.

Video [aktueller bericht, 22.07.2022, Länge: 3:42 Min.]
Drittliga-Saison startet

"Ich glaube, es gibt keinen Trainer, der sagt, ich möchte aufsteigen und gleichzeitig kalkuliere ich ein, dass der Start in die Hose geht. Das passt ja nicht zusammen. Es ist viel viel leichter, die Euphorie weiter zu entfachen, mit einem guten Start", sagt Uwe Koschinat und untermauert damit die Wichtigkeit des ersten Auftritts.

8 Neuzugänge - wer steht in der Startelf?

Von den Neuen ist alleine Richard Neudecker absolut gesetzt. Der Ex-Löwe hat auf ganzer Linie überzeugt und ist mit seiner Ballsicherheit, seinen Ideen und seiner Erfahrung schon jetzt Herzstück des Teams. "Wir sind eine griffige Mannschaft, wollen immer den Ball haben. Allerdings müssen wir daran arbeiten, nicht zu leichte Gegentreffer zu kassieren", warnt der 25-Jährige.

Daneben dürfte FC-Urgestein und Rückkehrer Mike Frantz gute Chancen auf einen Platz in der ersten Elf haben. Allerdings wird es auf das Spielsystem ankommen. Lässt Uwe Koschinat mit einer Dreierkette spielen, ist Frantz offenbar gesetzt. Bei einem System mit vier Defensiven auf einer Linie könnte sich der 35-Jährige aber auch auf der Bank wiederfinden.

Rabihic und das Déja-vu

Auch Neuzugang Kasim Rabihic ist ein Startelfkandidat. Süffisant: Bei seinem letzten Auftritt im Ludwigspark markierte er den 2:1-Siegtreffer, damals allerdings für seinen Ex-Club und den jetzigen Gegner, SC Verl. Als sicher gilt, dass der ehemalige Rostocker Tobias Schwede die linke Außenbahn bespielen soll.

Der vom FC Bayern München ausgeliehene Marvin Cuni muss noch zwei Wochen pausieren. Den Stürmer bremst eine Rotsperre aus der Vorsaison aus. Weil auch Adriano Grimaldi nach Verletzungsproblemen noch nicht bei 100 Prozent ist, ist Sebastian Jacob im Sturm auf sich alleine gestellt. 

Geheimtraining und Verletzungssorgen

Am Donnerstag ließ Uwe Koschinat unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren - im Ludwigsparkstadion. "Ich will, dass gerade die Neuen den Park kennen lernen, so dass sie am Spieltag mit allen Abläufen vertraut sind. Außerdem geht es in diesem Training darum das Spielsystem noch einmal zu festigen", so der Coach.

Fraglich bleibt, ob Julian Günther-Schmidt und Boné Uaferro gegen Verl auflaufen können. Beide plagen Verletzungen - ein Einsatz könnte sich kurzfristig entscheiden. Ein Risiko will man bei beiden nicht eingehen.

"Nach dem ersten Spieltag steht wieder eine Pause an, dann ist DFB-Pokal, für den wir uns leider nicht qualifizieren konnten. In dieser Zeit könnten beide ihre Blessuren auskurieren", sagt Uwe Koschinat.

Doch ganz gleich, welche Elf gegen Verl aufläuft: auf den Start kommt es an. Saarbrücken will in diesem Jahr um den Aufstieg mitspielen und kann und sollte am ersten Spieltag gleich mal ein Ausrufezeichen setzen.

Über dieses Thema berichtet der aktuelle bericht am 22.07.2022.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja