Foto: Pasquale d'Angiolillo

Regionalliga: Es geht wieder los

Kai Forst / Daniel Dresen   21.02.2020 | 20:30 Uhr

Die Regionalliga Südwest meldet sich aus der Winterpause zurück. Mit Spannung wird am Samstag vor allem die Liga-Premiere von Neu-FCS-Trainer Lukas Kwasniok verfolgt. Die SV Elversberg empfängt mit dem VfR Aalen einen unbequemen Gegner und alten Bekannten. Der FC Homburg will nach zuletzt zwei sieglosen Spielen endlich wieder drei Punkte einfahren.

Liga-Premiere für den neuen Mann an der Seitenlinie: Nach dem erfolgreichen DFB-Pokal-Krimi gegen den Karlsruher SC startet für FCS-Trainer Lukas Kwasniok am Samstag der Alltag. Und die Ansprüche sind hoch: Neben den eingeplanten drei Punkten gegen den Tabellen-Dreizehnten FSV Frankfurt wollen Fans und Verantwortliche des Vereins einen dominierenden, bissigen Tabellenführer sehen. Eben das, was Sportdirektor Marcus Mann und Vize-Präsident Dieter Ferner zuletzt vermissten und aus diesem Grund - für viele unverständlich - Dirk Lottner als Cheftrainer feuerten.

Video [aktueller bericht, 21.02.2020, Länge: 2:35 Min.]
Erster Regionalliga-Spieltag nach der Winterpause

Jacob und Vunguidica fehlen

Mit umso größerer Erwartung richten sich nun alle Augen auf das Auswärtsspiel in Frankfurt. Sowohl DFB-Pokal als auch die Testspiele taugen dabei nur bedingt als Gradmesser. Zuletzt kam man beim luxemburgischen Tabellenzweiten Progrés Niederkorn nicht über ein 1:1 hinaus. Zuvor musste sich der FCS dem FK Pirmasens mit 2:1 zugeschlagen geben.

Bitter für Kwasniok ist in jedem Fall der Ausfall von Top-Stürmer Sebastian Jacob, der noch immer nicht vollständig genesen ist. Auch José Pierre Vunguidica fällt aus. Daher bleibt abzuwarten, wer im 4-4-2-System neben Fabian Eisele im Sturmzentrum beginnen wird. Möglich wäre etwa der Einsatz von Gillian Jurcher oder von Neuzugang Stephan Andrist, der kurzfristig bis zum Saisonsende ausgeliehen wurde. Auch Markus Mendler und Timm Golley wurden in der Vorbereitung im Sturm getestet.

SVE in Lauerstellung

Nur vier Punkte hinter dem FCS liegt die SV Elversberg als Tabellenzweiter in Lauerstellung. Auch bei der SVE ist ein Sieg am Samstag gegen den Tabellenzehnten VfR Aalen eigentlich Pflicht, will man auf Augenhöhe bleiben. Doch der Gegner, der von dem früheren SVE-Übungsleiter Roland Seitz trainiert wird, ist unangenehm zu spielen. Im Hinspiel kam die Mannschaft von Horst Steffen nicht über ein 2:2 hinaus und tat sich schwer gegen gut eingestellte Aalener.

Anders als die SVE ist die Seitz-Elf schon vor einer Woche ins neue Fußballjahr gestartet. Gegen die Kickers Offenbach fuhren sie einen ungefährdeten 3:0-Sieg ein. „Das hat ihnen sicherlich gut getan, sie kommen mit breiter Brust hierher. Sie haben ähnlich wie im Hinspiel gegen uns gespielt, und das war wirklich eklig“, sagte SVE-Coach Steffen.

Verzichten muss er auf die Langzeitverletzten Oliver Stang, Luca Blaß und Israel Suero Fernández. Offensivschwung könnte Neuzugang Chance Simakala bringen. Der 23-jährige Deutsch-Kongolese wechselte vom niederländischen Zweitligisten Roda Kerkrade an die Kaiserlinde und kann sowohl in der zentralen Offensive, als auch auf den Außenbahnen spielen.

FCH will wieder siegen

Der FC Homburg untermauert in dieser Saison die Saar-Vorherrschaft in der Regionalliga Südwest. Nach 20 Spielen steht der FCH mit zwölf Punkten Rückstand auf Tabellenplatz vier. Doch die letzten beiden Partien im alten Jahr blieb das Team von Trainer Jürgen Luginger sieglos. Gegen die starken Ulmer verlor der FCH mit 0:2 und gegen den abstiegsgefährdeten FC Gießen kam man über ein mageres 0:0 nicht hinaus.

In der Winterpause haben Luginger und seine Spieler unter der Sonne Andalusiens nun Kraft getankt, um noch einmal anzugreifen. Im ersten Pflichtspiel im neuen Jahr wartet mit dem SC Freiburg II allerdings eine unangenehme Aufgabe. Das Hinrundenspiel im Schwarzwald endete nach einem 0:2-Rückstand 2:2. Ohnehin ist die Bilanz gegen die jungen Breisgauer eher durchwachsen. In elf Partien gab es fünf Siege für die Homburger, drei Unentschieden und drei Niederlagen.

Auch die Heimbilanz der Grün-Weißen ist in dieser Saison nur durchschnittlich: In den bisherigen neun Heimspielen stehen fünf Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen bei einer Tordifferenz von 15:14 zu Buche. Verzichten muss Coach Luginger am Samstag verletzungsbedingt auf seine Mittelfeldakteure Patrick Lienhard und Ihab Darwiche. 

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