Ein 1. FC-Saarbrücken-Fähnchen im Ludwigsparkstadion (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Lösung für Ludwigspark-Rasen in Sicht

Thomas Gerber   18.05.2021 | 16:38 Uhr

Im Saarbrücker Ludwigsparkstadion muss der Rasen nun offenbar doch nicht neu verlegt werden. Die städtische Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung baut die Rasenheizung nun selbst ein. Ende des Monats könnte ein Probebetrieb stattfinden.

Um die Rasenheizung im Ludwigsparkstadion in Betrieb zu nehmen, wurde ein externes Fachbüro hinzugezogen, teilte die Stadtverwaltung mit. GIU-Techniker seien derzeit dabei, die Schaltschränke zu verdrahten und zu installieren. Die Arbeiten würden von einem Elektroingenieur überwacht und protokolliert.

Ab Mittwoch würden die Schaltschränke in den beiden Technikräumen des Stadions aufgebaut und angeschlossen. Danach werde dann die Steuerungselektronik für die Rasenheizung schnellstmöglich programmiert.

Inzwischen seien auch die notwendigen 13 Sensoren in der Spielfläche verlegt worden. Sie seien ebenso wie die Heizschleifen getestet worden und funktionstüchtig.

Probebetrieb Ende Mai möglich

Ein Austausch der Rasenfläche scheint aktuell offenbar nicht mehr notwendig. Die mit Lanzen erfolgte Sanierung habe Wirkung gezeigt. Bei Regen, so die Stadtverwaltung, verhalte sich der Platz "normal",  das Wasser laufe ab.

Nach SR-Informationen findet möglicherweise noch Ende des Monats ein erster Probebetrieb der Rasenheizung statt. Sollte der erfolgreich verlaufen, wäre das Ludwigsparkstadion drittliga-tauglich und könnte vom 1. FC Saarbrücken in der kommenden Saison genutzt werden.

Vorherige Verträge gekündigt

Mit dem Bau der Rasenheizung war ursprünglich die Gartenbaufirma Kempf beauftragt. Diese hatte ihre Leistung nicht wie zuletzt vereinbart bis Anfang April erbracht. Daraufhin hatte die Stadt ihre Verträge mit Kempf gekündigt.

Da die Stadt Kempf lediglich rund die Hälfte seiner Forderungen in Höhe von rund 600.000 Euro gezahlt hatte, dürften durch die Installation der Heizung nun keine zusätzlichen Kosten auf die Stadt zukommen.

Gegebenenfalls könnte die Stadt diese gegenüber Kempf geltend machen, da die Firma Leistungen nicht erbracht und Verträge nicht eingehalten hatte. Die Frage der Kosten wird laut Stadt derzeit juristisch geprüft.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 18.05.2021 berichtet.

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