Kevin Trapp (Foto: dpa)

Kevin Trapp - Von der Ersatzbank zur WM

  04.06.2018 | 13:13 Uhr

Dem ganz großen Publikum wurde Kevin Trapp bekannt, als er vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt zum französischen Serienmeister Paris Saint-Germain wechselte. Dort sammelte er zunächst fleißig Titel, zuletzt saß er aber vornehmlich auf der Bank. Trotz mangelnder Spielpraxis nimmt Bundetrainer Löw den Merziger mit nach Russland zur WM.

Kevin Trapp wurde am 8. Juli 1990 in Merzig geboren. Der 27 Jahre alte Torhüter begann seine Fußballkarriere beim SV Mettlach. Bereits im Alter von 15 Jahren wechselte der Schlussmann in die Jugend des 1.FC Kaiserslautern. Am 29. Oktober 2007 gab er sein Debüt in der Oberligamannschaft der Roten Teufel. Bis 2010 spielte er vor allem für die U23 des FCK. Sein Bundesligadebüt gab Trapp am 12. März 2011 gegen den SC Freiburg.

Von der Bundesliga nach Paris

Nach dem Bundesligaabstieg der Kaiserslauterer wechselte Trapp 2012 zum Aufsteiger Eintracht Frankfurt und verdrängte dort Oka Nikolov aus dem Tor. In der Bundesliga brachte es der Saarländer auf insgesamt 114 Einsätze, dann folgte 2015 der Wechsel zum französischen Scheich-Club Paris Saint-Germain. Mit dem Hauptstadtclub gewann Trapp die französische Meisterschaft, den Pokal, den Liga-Pokal und den Supercup. Seit dem Jahr 2016 hat Trapp in Paris seinen Stammplatz im Tor nicht mehr sicher. Mehrmals wechselte die Position der Nummer Eins zwischen Unai Emery und dem Saarländer. Bisher stehen in Trapps Bilanz 63 Einsätze für PSG in der Liga, zwölf Mal stand er in der Champions League zwischen den Pfosten.

Sein Debüt in der Nationalmannschaft gab Trapp vergangenes Jahr. Am 6. Juni stand er für Deutschland beim 1:1 im Freundschaftsspiel gegen Dänemark auf dem Platz. Außerdem hütete er in den Freundschaftsspielen gegen Frankreich (2:2) und Brasilien (0:1) das Tor. Beim Confed-Cup stand 2017 im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Bei der WM in Russland ist Trapp die Nummer drei, hinter Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen.

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