Handball (Foto: pixabay/JeppeSmedNielsen)

Spiele der 3. Handball-Liga in diesem Jahr abgesagt

  11.11.2020 | 21:30 Uhr

Der Deutsche Handballbund hat entschieden, den Spielbetrieb in der dritten Liga erst wieder im Januar 2021 aufzunehmen. Von der Zwangspause ist unter anderem die HG Saarlouis betroffen.

In der dritten Handballliga finden in diesem Jahr keine Spiele mehr statt. Der Deutsche Handballbund hat entschieden, den Spielbetrieb frühestens am 9. Januar wieder aufzunehmen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Coronasituation den Betrieb bis dahin zulasse.

Video [aktueller bericht, 11.11.2020, Länge: 3:13 Min.]
Fortsetzung der 3. Liga im Handball

Gespielt werden soll nur noch die Hinserie. Danach folgen eine Relegationsrunde oder Playoffs, um über Auf- und Abstieg zu entscheiden. Am 30. Oktober hatten Präsidium und Vorstand des Handballbundes zunächst alle Spiele bis zum 15. November abgesagt.

Im Saarland betrifft dies die HG Saarlouis und die DJK Marpingen-Arsweiler. Auch der SV 64 Zweibrücken sei von der Zwangspause betroffen, da er zum Handball-Verband Saar zähle.

Erleichterung bei Vereinen

Stefan Bullacher, Trainer des SV Zweibrücken, ist erleichtert über die Entscheidung, die der DHB bei einer Videokonferenz bekannt gab. „Für uns ist jetzt einfach wichtig, dass es los geht, dass wir einen Starttermin haben.“ Die Ungewissheit sei jetzt weg.

„Das ist, denke ich, für die Vereine annehmbar und irgendwo noch die fairste Möglichkeit“, sagt auch Philipp Kessler, Trainer der HG Saarlouis. In der Pandemie sei jeder Verein gefordert, auch an der einen oder anderen Stelle zurückzustecken.

Corona-Tests sind verpflichtend

Verpflichtend sind Tests aller Mannschaften vor jeder Partie. Die Zusatzkosten bereiten Sorgen – mögliche Fördermittel will der Verband prüfen. „Das ist natürlich finanziell eine hohe Belastung, und wir müssen uns Stunden vor dem Wettkampf noch einmal treffen, um diese Tests durchzuführen“, so Zweibrücken-Trainer Stefan Bullacher. „Aber ich finde, das gehört im Wettkampf jetzt einfach mit dazu, und das muss man einfach so akzeptieren und mittragen.“

Saarlouis-Trainer Kessler hofft, dass der DHB ein ausgeklügeltes System ausarbeitet, auf dem die Vereine dann aufbauen und den Weiterbetrieb im Handball sichern können. „Handball darf nicht von der Bühne verschwinden.“

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.11.2020 berichtet.

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