Ludwigsparkstadion (Foto: SR)

Stadt und FCS einigen sich bei Ludwigspark-Miete

mit Informationen von Stefan Hauch   31.05.2021 | 18:14 Uhr

Der 1. FC Saarbrücken wird seine Heimspiele weiterhin im Ludwigspark austragen. FCS-Schatzmeister Weller und Saarbrückens OB Conradt haben einen Vertrag für die dauerhafte Nutzung des Stadions unterzeichnet. Statt einer festen Miete zahlt der FCS 20 Prozent der Eintrittsgelder an die Stadt.

Nach langem Hickhack haben sich die Stadt Saarbrücken als Eigentümer und der 1. FC Saarbrücken als Hauptnutzer auf einen Nutzungsvertrag für den neuen Ludwigspark geeinigt. Dabei wird es für zehn Jahre keine feste Miete geben. Der 1. FC Saarbrücken als Hauptmieter wird aber 20 Prozent der Eintrittsgelder an die Stadt zahlen.

Catering, Logenvermietung, Imbiss- und Getränkestände wird der Verein organisieren. Die Stadt erhält im Gegenzug eine Vergütung, die sich anteilig an den Einnahmeerlösen bemisst.

Video [aktueller bericht, 31.05.2021, Länge: 4:12 Min.]
Miet-Einigung über Ludwigspark-Stadion
Lange wurde verhandelt über das Ludwigspark-Stadion, jetzt haben sich Stadt und Verein beim Mietvertrag geeinigt. Der 1. FC Saarbrücken wird künftig 20 Prozent seiner Zuschauer-Einnahmen an die Stadt abgeben, so Oberbürgermeister Uwe Conradt.

Deal mit Risiko

Einigung bei der Miete fürs Ludwigsparkstadion
Audio [SR 3, Stefan Hauch / Georg Gitzinger, 31.05.2021, Länge: 02:29 Min.]
Einigung bei der Miete fürs Ludwigsparkstadion

Der Vertrag sei auf Grundlage eines externen Gutachtens zu marktüblichen Mieten ausgehandelt worden, heißt es von den Vertragspartnern. Für beide Seiten ist das ein Deal mit einem gewissen Risiko. Denn ist der 1. FCS weiter erfolgreich, steigt vielleicht sogar auf, dann wird es für den Verein teurer und für die Stadt ein gutes Geschäft. Spielt der 1. FCS schlecht und hat wenig Zuschauer, dann wird es für die Stadt teuer.

Das Modell hat andererseits für den Drittligisten den Vorteil, dass im Falle eines Abstiegs die Stadionmiete den Verein nicht in den Abgrund reißen kann. Auf Grundlage der flexiblen Miete könne der FCS unabhängig von der Ligazugehörigkeit dauerhaft in den Ludwigspark zurückkehren, sagte FCS-Schatzmeister Dieter Weller.

Weg für die Lizensierung frei

Das Stadion soll bis Mitte Juli soweit fertiggestellt sein, dass der Spielbetrieb mit Zuschauern problemlos laufen kann. Die Probleme mit der Rasenheizung sind offenbar bereits gelöst. Mit Abschluss des Vertrages ist laut Conradt auch der Weg für die Lizensierung in der Dritten Liga frei.

Für die abgelaufene Saison haben sich Stadt und Verein auf einen nachträglichen Vertrag verständigt. Nebenkosten und Stadionmiete für 17 Spiele seien auf 200.000 Euro fixiert worden, sagte Conradt.

Dauerbaustelle Ludwigsparkstadion

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 31.05.2021 berichtet.

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