Das FCK-Wappen auf dem Rasen des Fritz-Walter-Stadions (Foto: Imago/Thomas Frey)

Millionen-Deal für den FCK

dpa   07.05.2019 | 07:47 Uhr

Die Rettung des finanziell angeschlagenen Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern hat eine überraschende Wendung genommen. Kurz vor Ablauf des Ultimatums des potenziellen Geldgebers Flavio Becca gelang es dem Beiratsmitglied Michael Littig, einen alternativen Finanzierungsplan vorzulegen - dem der Beirat am Montagabend zustimmte.

Der Plan beinhaltet die Zahlung von drei Millionen Euro Eigenkapital von einer regionalen Investorengruppe, wodurch die Lizenz des Vereins in der kommenden Saison gesichert sein sollte. Im Gegenzug erhalten die Unternehmer zehn Prozent der Anteile an der Kapitalgesellschaft. Der Zuschuss weiterer Millionen in den kommenden Jahren steht in Aussicht.

Video [aktueller bericht, 07.05.2019, Länge: 2:44 Min.]
Neue Investoren für 1. FCK

Absage an Luxemburger Investor

Der Deal mit dem luxemburgischen Geschäftsmann Flavio Becca ist damit geplatzt. Dieser bot den Pfälzern zunächst nur ein verzinstes Darlehen über 2,6 Millionen Euro und stellte zudem die brisante Forderung, dass Littig, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des e.V. ist, von allen Ämtern im Verein zurücktreten müsse.

Littig will Brücken bauen

Littig, der als Kritiker der Geschäftsführung um Martin Bader und Michael Klatt gilt und sich jüngst mit dem Beiratsvorsitzenden Patrick Banf überworfen hatte, will nun Brücken bauen in der zerstrittenen Führungsetage des Traditionsclubs. Dafür gibt es einen gewichtigen Grund: Einige Finanzpartner haben die dem FCK zugesagte Unterstützung an die Weiterbeschäftigung der Geschäftsführung gebunden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 7. Mai 2019 berichtet.

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