Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Erdmann wegen rassistischer Äußerungen acht Wochen gesperrt

  13.09.2021 | 17:25 Uhr

Das Sportgericht des DFB hat Abwehrspieler Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken wegen "krass sportwidrigen Verhaltens" mit einer Sperre von acht Wochen und einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro belegt. Der Verein und Erdmann haben gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Das Sportgericht des Deutschen Fußballbundes sah es nach der mündlichen Verhandlung als erwiesen an, dass Erdmann während der Drittligabegegnung gegen den 1. FC Magdeburg am 25. August mehrere Gegenspieler mit rassistischen Äußerungen beleidigt hatte. Der Saarbrücker selbst bestreitet das.

SR-Sportchef Fritz mit einem Kommentar zu den Rassismus-Vorwürfen gegen Erdmann
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 18.09.2021, Länge: 02:17 Min.]
SR-Sportchef Fritz mit einem Kommentar zu den Rassismus-Vorwürfen gegen Erdmann

"Vorwürfe bestätigt"

"Für uns haben sich die Vorwürfe in der Beweisaufnahme bestätigt. Dass der Schiedsrichter oder andere Saarbrücker Spieler die Äußerungen von Spieler Erdmann nicht wahrgenommen haben, bedeutet nicht, dass diese nicht gefallen sind", sagte der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Stephan Oberholz.

Video [aktueller bericht, 13.09.2021, Länge: 3:31 Min.]
Erdmann wegen rassistischer Äußerungen acht Wochen gesperrt

Für bewusste Falschaussagen aller Magdeburger Zeugen und einen Komplott gegen Dennis Erdmann lägen keine Anhaltspunkte vor.  "Der DFB duldet grundsätzlich keinerlei Form von Rassismus und Diskriminierung auf seinen Plätzen und zeigt hier klare Kante. Deshalb war eine empfindliche Strafe auszusprechen", so Oberholz.

FCS hat Berufung eingeleg

Erdmann wegen rassistischer Äußerungen acht Wochen gesperrt
Audio [SR 3, Studiogespräch: Dorothee Scharner / Frank Grundhever, 13.09.2021, Länge: 02:33 Min.]
Erdmann wegen rassistischer Äußerungen acht Wochen gesperrt

Der 1. FC Saarbrücken und Dennis Erdmann haben nach eigenen Angaben Berufung gegen das Urteil eingelegt. Die mündliche Urteilsbegründung habe "erhebliche entlastende Momente" enthalten, die allerdings nicht in die Urteilsfindung mit eingeflossen seien.

So sei dem FCS bescheinigt worden, dass er kein rassistischer Verein sei und die Aussagen der Spieler und externen Zeugen dazu seien als glaubwürdig bezeichnet worden. "Deshalb sind wir in unserer Auffassung bestärkt, dass wir in der Berufsungsverhandlung zu einem anderen Urteil kommen können", sagte FCS-Pressesprecher Peter Müller.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.09.2021 berichtet.

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