Adriano Grimaldi (1. FC Saarbrücken) im Zweikampf gegen Timo Beermann (VfL Osnabrück).  (Foto: IMAGO / osnapix)

FCS startet ins neue Fußballjahr

Kai Forst   15.01.2022 | 09:00 Uhr

Nach der Winterpause steht heute das erste Spiel im neuen Jahr für den Fußballdrittligisten 1. FC Saarbrücken an. Mit drei Punkten in Osnabrück und unter Mithilfe der Konkurrenz könnten sich die Saarländer bis auf Rang zwei vorschieben.

Personell ist in der kurzen Winterpause einiges passiert beim 1. FC Saarbrücken. So gab Abwehrspieler Dennis Erdmann für den Verein überraschend bekannt, das Saarland verlassen zu wollen.

Keine echte Überraschung

Eine echte Überraschung war dieser Schritt allerdings dann doch nicht: Zu groß waren wohl die Schlagzeilen um den 31-Jährigen, der nach einer Partie gegen Magdeburg gegnerische Spieler rassistisch beleidigt haben soll. Erdmann bestreitet die Vorwürfe nach wie vor, allerdings steht für das Gericht weiter fest, dass rassistische Äußerungen im Spiel gegen den 1. FC Magdeburg gefallen sind. Erdmann wechselt nun in die USA zum Zweiligisten Switchbacks FC.

Bulic geht, Becker kommt

Auch Innenverteidiger Rasim Bulic wird den FCS verlassen und zur Regionalliga-Mannschaft des FSV Mainz 05 wechseln. Mit Bulic geht allerdings keine Stammkraft, der 21-Jährige konnte sich nie wirklich durchsetzen. Im Gegenzug leiht der Verein den 22-jährigen Abwehrspieler Dominik Becker von Werder Bremen aus, der allerdings am Samstag noch pausieren muss.

13 Punkte aus fünf Spielen

Gegen Osnabrück wird der 1. FC Saarbrücken versuchen, die durchaus gute Form aus dem alten ins neue Jahr zu übertragen. Auch wenn das letzte Spiel 2021 gegen den Tabellenletzten Havelse nur in einem Remis endete: Die letzten fünf Partien blieb die Mannschaft von Uwe Koschinat ungeschlagen und holte 13 Punkte.

Platz zwei ist möglich

Durch diesen Lauf steht man derzeit auf Platz fünf – punktgleich mit dem Tabellenvierten Mannheim und nur zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz und Rang zwei. Wenn die Konkurrenz mitspielt und Federn lässt, könnte der FCS sich nach diesem Spieltag also auf den dritten oder sogar den zweiten Platz vorschieben.

"Gleich ein Zeichen setzen"

Das nötige Selbstbewusstsein versucht FCS-Coach Uwe Koschinat seinen Spielern jedenfalls schon vorher zu vermitteln. "Wir werden uns sicher nicht verstecken und fahren nach Osnabrück, um zu gewinnen. Mit einem Sieg könnten wir gleich ein Ausrufezeichen setzen."

Mit offensiver Power erwartet Koschinat auch den Gegner. „Osnabrück ist eine der stärksten Mannschaften der Liga, dennoch haben sie schon einen gewissen Abstand zur Spitze. Ich erwarte sie daher extrem offensiv“, sagte er am Freitag vor der Abreise nach Niedersachsen.

Abwehrchef Zellner wieder fit

Mit Blick auf die personelle Situation kann Koschinat aufatmen. Zwar steht Boné Uaferro noch nicht zur Verfügung, Linksverteidiger Mario Müller und Abwehrchef Steven Zellner sind nach überstandener Verletzung aber wieder einsatzbereit und werden wohl in der Startelf stehen. Vor allem Zellners Rückkehr ist nach der langen Verletzungspause mit großer Hoffnung verbunden. "Er ist ein absoluter Qualitäts- und Führungsspieler, einer, der diesen Verein lebt. Über die Vorzüge eines Zellners in Topform brauchen wir nicht zu reden", so der Coach.

Anstoß ist am Samstag um 14.00 Uhr in Osnabrück an der Bremer Brücke. Coronabedingt wird die Partie ohne Zuschauer ausgetragen.

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