Logos der Vereine Rot-Weiss Essen und 1. FC Saarbrücken (Foto: Vereine/Pixabay)

FCS will in Essen nachlegen

Frank Grundhever   19.09.2022 | 07:35 Uhr

Nach dem Kantersieg gegen Bayreuth will der 1. FC Saarbrücken heute Abend bei Aufsteiger Rot-Weiß Essen nachlegen, um an Elversberg und 1860 dranzubleiben. Mit an Bord ist beim FCS ab sofort auch Rüdiger Ziehl, der vergangene Woche als neuer Manager präsentiert wurde.

„Es ist doch ein sehr guter Zeitpunkt einzusteigen“, sagte Neu-Manager Ziehl bei seiner Vorstellung und meinte damit, dass die Stimmung nach dem über weite Strecken überzeugenden 6:0-Sieg in Bayreuth richtig gut ist. Nun wolle er sich nach einer Club-Analyse aus der Ferne nach und nach auch intern ein Bild verschaffen. Dazu gehört, dass er die Spiele nun auch aus nächster Nähe mitverfolgt.

Wie verändern sich die Machtverhältnisse beim FCS?

Die Installierung des neuen Managers wird natürlich auch die Strukturen im Verein verändern. Ziehl arbeitet nach eigener Aussage eng mit Präsident Ostermann zusammen. Was das für die Position von Sportdirektor Luginger bedeutet ist noch nicht ganz klar. Nicht wenige spekulieren, dass Luginger bald seinen Hut nehmen muss (sein Vertrag läuft wie der von Trainer Uwe Koschinat am Saisonende aus). Für Luginger spricht allerdings, dass er einen Kader mit zusammen gestellt hat, der aktuell auf Platz drei der Tabelle rangiert und nur drei Punkte Rückstand auf Platz eins hat. 

Präsident Ostermann will offenbar mehr Kontrolle

Immer wieder war zuletzt zu hören, dass sich der Club-Boss nicht ausreichend über die Geschehnisse im Verein informiert gefühlt habe. So kam es wohl zur Verpflichtung von Rüdiger Ziehl, der diese Kommunikationslücke schließen soll. Dass der neue Manager eine große Nähe zu Spielerberater Guido Nickolay haben soll, ist Kritikern ein Dorn im Auge. Nickolay, ebenfalls ein Vertrauter von Präsident Ostermann, hat u.a vier von fünf Spielern aus dem Mannschaftsrat unter Vertrag - u.a. auch Mike Frantz. In dieser Konstellation sehen einige Nickolay als den „starken (Schatten-) Mann“ beim FCS.

Sportlich kann es in Essen nur ein Ziel geben

Der FCS geht in Essen als klarer Favorit in die Partie. Der Aufsteiger aus dem Westen hat erst sechs Punkt auf seinem Konto und mit 17 Gegentreffern die schwächste Abwehr der Liga. Allerdings glückte dem Tabellensechzehnten zuletzt ein 2:1-Sieg im Heimspiel gegen Aue. Saarbrückens Trainer Koschinat sagt: „Wir bereiten den Gegner akribisch vor, gehen mit Respekt in dieses Spiel - haben aber auch den klaren Anspruch dort zu gewinnen!" Ähnlich äußerst sich Stürmer Sebastian Jacob nach seinem Dreierpack in Bayreuth: „Es gilt nun den letzten Sieg mit einem Dreier in Essen zu vergolden“.

Einige Spieler des FCS verletzt oder angeschlagen

Abwehrspieler Lukas Boeder fällt verletzungsbedingt weiterhin aus. Auch Justin Steinkötter ist nach einer Mandel-OP nicht einsatzbereit. Kapitän Manuel Zeitz und Spielmacher Richard Neudecker plagen Blessuren - ihr Einsatz ist fraglich. Dafür ist Rechtsverteidiger Dominik Ernst nach überstandener Verletzung in Essen wohl wieder eine Alternative. Stürmer Adriano Grimaldi, der im Spiel gegen Bayreuth vorzeitig vom Platz musste, steht wohl wieder im Kader.

Anstoß der Partie ist um 19.00 Uhr.

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