Spieler des 1. FC Saarbrücken (Foto: Imago Images/Jan Hübner)

FCS startet heute gegen Lübeck in 3. Liga

Kai Forst   19.09.2020 | 08:51 Uhr

Nach sechs Jahren Viertklassigkeit darf der 1. FC Saarbrücken endlich wieder Drittliga-Luft schnuppern. Beim Saisonauftakt kommt es heute beim VfB Lübeck gleich zum Duell der Aufsteiger. Das Spiel darf vor knapp 1900 Zuschauern ausgetragen werden.

Darauf haben die Fans jahrelang gewartet: Drittliga-Fußball beim 1. FC Saarbrücken. Zuletzt sahen sie das in der Saison 2013/14 – und haben daran keine schönen Erinnerungen. Damals wurde man abgeschlagen Tabellenletzter und musste den Gang in die Viertklassigkeit antreten.

Video [aktueller bericht, 17.09.2020, Länge: 4:14 Min.]
Der FCS vor dem Saisonstart gegen Lübeck

Auch der neue FCS-Sportdirektor Jürgen Luginger dürfte mit Stirnrunzeln an diese Spielzeit zurückdenken. Als Chefcoach wurde er damals nach nur sieben Spieltagen im September 2013 entlassen. Sieben Jahre und einige Stationen später ist Luginger nun in anderer Funktion zurück bei den Blau-Schwarzen und in Liga drei.

"Mehr Heavy Metal als Blues"

FCS-Trainer Lukas Kwasniok (Foto: Imago Images/Jan Hübner)
Steht vor einer großen Herausforderung: Trainer Lukas Kwasniok will mit dem FCS in der 3. Liga bestehen

Beim Saisonauftakt in Lübeck kommt es heute gleich zum Aufsteigerduell und damit zum Kampf um wichtige Punkte. Dass man dort und generell in der 3. Liga eine gute Figur abgeben will, machte Trainer Lukas Kwasniok zuletzt im SR-Interview deutlich. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, bin ich sicher, dass wir gegen Lübeck und in der Liga eine gute Rolle spielen können.“

In der neuen Spielklasse will Kwasniok versuchen, seine Mannschaft aktiver nach vorne spielen zu lassen. „Ein bisschen mehr Heavy Metal als Blues“, sagte er mit einem Schmunzeln. Man wolle den Fans ein wenig mehr Show bieten und das seien eben Offensivfußball und Tore.

Eingespieltes Team

Ein Vorteil für die Saarbrücker im Spiel gegen Lübeck könnte das eingespielte Team sein. Alle Leistungsträger konnten gehalten werden, sieben Neuverpflichtungen sollen den Kader punktuell verstärken. Das ist im Vergleich zu anderen Teams wenig Veränderung. Der VfB Lübeck etwa holte für die neue Saison fast doppelt so viele neue Spieler.

Ob die „Neuen“ beim FCS wie Rechtsaußen Nicklas Shipnoski, Mittefeldakteur Sebastian Bösel oder Linksverteidiger Marin Sverko einschlagen, muss sich zeigen. Mittelstürmer Maurice Deville, der neben Top-Goalgetter Sebastian Jacob auf Torjagd gehen soll, konnte bislang jedenfalls noch nicht vollends überzeugen. Und so ist der FCS weiterhin auf dem Transfermarkt umtriebig auf der Suche nach einem Angreifer.

Lübeck mit Selbstvertrauen

Dass die Formkurve stimmt, zeigte die Kwasniok-Elf beim letzten Testspiel gegen den Schweizer Erstligisten FC Basel. Das 5:1 stimmte alle Verantwortlichen zufrieden. Dennoch war in der Vorbereitung nicht alles optimal. Die 0:3-Niederlage im Halbfinale des Saarlandpokals gegen Homburg dürfte Fans und Verantwortliche geschmerzt haben.

Die Lübecker gehen ihrerseits durchaus mit Selbstvertrauen in die Partie. Im schleswig-holsteinischen Landespokal ist man souverän ins Viertelfinale eingezogen. Außerdem konnte man mit einem 3:2 gegen den Zweitligisten Paderborn überzeugen.

Im Lübecker Stadion werden heute 1860 Zuschauer zugelassen sein. Anstoß ist um 14.00 Uhr.

Über das Spiel berichten am Samstag auch SR3 Sport und Musik ab 17.00 Uhr und die "sportarena" im SR Fernsehen ab 17.30 Uhr.

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