FCK-Logo auf dem Rasen im Betzenberg-Stadion (Foto: picture alliance/Uwe Anspach/dpa)

FCK-Kreditgeber lehnt Investoren ab

mit Informationen der dpa   15.05.2019 | 22:00 Uhr

Die Krise des finanziell angeschlagenen 1. FC Kaiserslautern hat erneut eine drastische Wende genommen. Der FCK-Finanzpartner Quattrex hat nach dpa- und SWR-Informationen vom Mittwoch das Angebot einer regionalen Investorengruppe abgelehnt und will dem Fußball-Drittligisten keine weiteren Kredite gewähren.

Somit fehlen den Pfälzern drei bis vier Millionen Euro für die Lizenz in der kommenden Spielzeit. Die beiden Kaiserslauterer Unternehmer Hans Sachs und Klaus Dienes planen, dem FCK zunächst drei Millionen Euro Eigenkapital zur Verfügung zu stellen und in den kommenden Jahren weitere 25 Millionen Euro zu investieren. Für die Verantwortlichen bei Quattrex, die dem FCK in den vergangenen Jahren bereits Darlehen über sechs Millionen Euro gaben, ist das offenbar nicht genug. Weil das Stuttgarter Unternehmen vom langfristigen Konzept nicht überzeugt ist und eine Insolvenz fürchtet, soll kein weiteres Geld fließen.

Einzig unter der Bedingung, dass der Luxemburger Unternehmer Flavio Becca beim FCK einsteigt, wäre auch Quattrex einverstanden. In diesem Fall sähe der Finanzdienstleister seine Kredite gesichert. Beccas stellt für sein Investment allerdings die Bedingungen, dass das Beiratsmitglied Michael Littig zurücktritt.

Nachweis muss bis 28. Mai beim DFB erfolgen

Es gibt nun zwei Szenarien: Entweder gelingt es den regionalen Investoren, die Finanzlücke von drei bis vier Millionen Euro zu schließen, um die Insolvenz abzuwenden. Falls nicht, scheint ein Deal mit Becca die einzige Überlebenschance des viermaligen deutschen Meisters.

In einer Sitzung des Beirats muss der FCK an diesem Donnerstag entscheiden wie es weitergeht. Bis zum 28. Mai müssen die fehlenden Mittel beim Deutschen Fußball-Bund nachgewiesen werden.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 15.05.2019 berichtet.