Laszlo Benes (M) jubelt nach seinem Tor zum 0:2 für Borussia Mönchengladbach. (Foto: picture alliance/dpa/Tom Weller)

Elversberg chancenlos gegen Mönchengladbach

Anne Hilt   22.12.2020 | 22:35 Uhr

Die SV Elversberg ist in der 2. Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Der Offensivstärke von Borussia Mönchengladbach war das Team von Trainer Horst Steffen nicht gewachsen und unterlag am Ende mit 0:5. Eine Stunde lang musste die SVE dabei in Unterzahl spielen.

SVE-Trainer Horst Steffen hatte ein defensiveres Auftreten seiner Mannschaft als in den Meisterschaftsspielen angekündigt. Das sollte sein Mittel der Wahl gegen den früheren Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach sein. Dort hatte Steffen selbst gespielt und als Jugendtrainer gearbeitet.

Von Wiedersehensfreude aber keine Spur. Der Bundesligist wurde bereits in der 5. Minute seiner Favoritenrolle gerecht. Nachdem die Elversberger zum ersten Mal vor das Mönchengladbacher Tor gekommen waren, folgte im Gegenzug der Gegentreffer durch Hannes Wolf.

Nach einer Viertelstunde leisteten sich die Borussia dann Konzentrationsschwächen in der Abwehr. In der 17. Minute tauchte plötzlich Luca Schnellbacher, durch einen Traumpass von Eros Dacaj in Szene gesetzt, gefährlich vor Torhüter Tobias Sippel auf, legte sich im 16er den Ball aber zu weit vor, sodass es Abstoß statt Ausgleich gab.

Doppel-Gelb für Tekerci

Nur vier Minuten später fiel das Tor dann wieder auf der anderen Seite. Lazlo Benes traf mitten in die Elversberger Offensivbemühungen. Trotzdem wollten sich die SVE noch nicht geschlagen geben und versuchte immer wieder Akzente nach vorne zu setzen.

Der Platzverweis von Sinan Tekerci in der 31. Minute machte die Aufgabe nicht leichter. Der hatte nur vier Minuten zuvor die gelbe Karte wegen Foulspiels gesehen. Die zweite zückte Schiedsrichter Markus Schmidt offenbar wegen Meckerns. Für die SV Elversberg bedeutete es mindestens eine Stunde in Unterzahl.

Der dritte Gegentreffer für die SVE fiel noch vor dem Halbzeitpfiff durch Lars Stindel. Die Elversberger um Lukas Kohler waren da zu passiv im Abwehrverhalten. Und nur die leichtfertige Chancenverwertung der Borussia verhinderte einen noch deutlicheren Rückstand zur Pause.

Steffen verstärkte Defensive

Nach dem Seitenwechsel verstärkte Horst Steffen dann die Defensive mit Nico Karger für Israel Suero. Die Hoffnung auf eine Pokal-Sensation, wie er einen möglichen Elversberger Sieg im Vorfeld genannt hatte, war offenbar in der Kabine geblieben.

Der Bundesligist ließ es in der zweiten Hälfte ruhiger angehen, spielte seine Chancen oft leichtfertig zu Ende. Schließlich kamen auch die Elversberger in der 55. Minute zu einem Torschuss nach einer Ecke. Rehfeld scheiterte aber mit seinem Kopfball erneut an Sippel.

Beispielhaft für die nicht mehr zwingenden Offensivaktionen war Florian Neuhaus in der 68. Minute alleine vor dem Tor von Frank Lehmann, als er den Ball trotzdem am rechten Pfosten vorbeisetzte.

Herrmann trifft

Fünf Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der Saarländer Patrick Hermann das 4:0 für Mönchengladbach per Kopf ins lange Eck. In der 75. Minute brachte er den Ball erneut im Elversberger Tor unter, hatte aber beim vorangegangenen Abpraller im Abseits gestanden. Der Treffer zählte nicht.

Vier Minuten später hatte der eingewechselte Kevin Koffi den Elversberger Ehrentreffer auf dem Fuß, scheiterte aber an Sippel. Darauf folgte ein kurzes Aufbäumen der SVE. In der 80. Minute konnte Nico Karger den einlaufenden Lukas Kohler nicht in Szene setzen. Der rutschte am Ball vorbei.

Im eigenen 16er legte Kohler in der 82. Minute Herrmann. Den fälligen Elfmeter verwandelte Julio César Villalba Gaona zum 5:0-Endstand für Mönchengladbach.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.12.2020 berichtet

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