Kevin Conrad bejubelt seinen Treffer zum 4:2 mit seinen Elversberger Mannschaftskollegen (Foto: IMAGO / Eibner)

Elversberg gelingt Pokal-Sensation gegen Leverkusen

Kai Forst   30.07.2022 | 17:38 Uhr

Die Überraschung ist perfekt, die SV Elversberg hat den haushohen Favoriten Bayer Leverkusen aus dem DFB-Pokal befördert. Die SVE besiegte den Bundesligisten am Samstag in einem fantastischen Spiel mit 4:3 und zieht in die zweite Runde ein.

Was für ein Spiel von der SV Elversberg: Mit 4:3 schlägt der Drittligist den Bundesligisten aus Leverkusen und sorgt damit für eine Riesen-Überraschung.

Video [aktueller bericht am Samstag, 30.07.2022, Länge: 3:50 Min.]
Elversberg meistert Sensations-Coup gegen Leverkursen

Führung nach drei Minuten

Die Partie begann direkt nach dem Anpfiff auf der Überholspur, vom Abtasten der Kontrahenten keine Spur. In der dritten Minute ließ Elversbergs Neuzugang Jannik Rochelt die Fans an der Kaiserlinde zum ersten Mal toben. Der Mittelfeldmann zog im Zentrum plötzlich das Tempo an, tänzelte Leverkusens Kossounou aus und traf aus 18 Metern flach ins linke Eck.

SVE schafft Sensation im DFB-Pokal
Audio [SR.de, (c) SR, 30.07.2022, Länge: 00:45 Min.]
SVE schafft Sensation im DFB-Pokal

Doch Bayer Leverkusen zeigte sich unbeeindruckt. Nur zwei Minuten später ließ Bayers Adam Hlozek Fellhauer mit einer Körpertäuschung stehen und überwand mit einem Distanzschuss SVE-Keeper Nicolas Kristof, der in dieser Situation nicht ganz glücklich agierte.

Koffi eiskalt vom Punkt

In der Folge nahm der Favorit aus Leverkusen das Heft in die Hand. Doch es war der Underdog, der in der 16. Minute erneut zuschlug. Nachdem Rochelt an der Strafraumgrenze gefoult wurde, entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Und SVE-Routinier Kevin Koffi verwandelte zum 2:1 Elversberg.

Leverkusens Charles Aranguiz und Sardar Azmoun bejubeln das 2:2 (Foto: IMAGO / Eibner)
Leverkusens Charles Aranguiz und Sardar Azmoun bejubeln das 2:2

Unmittelbar im Anschluss vereitelte Kristof eine hundertprozentige Chance von Leverkusens Patrick Schick, der ganz alleine auf den SVE-Schlussmann zulief – aber scheiterte. Besser machte es Charles Aránguiz in der 30. Minute, der eine halbhohe Flanke aus kurzer Distanz zum 2:2 verwandelte.

Schnellbacher mit dem 3:2

Doch die SVE spielte weiter nach vorne und wurde in der 37. Minute mit der dritten Führung belohnt. Zunächst wurde Koffi mit einem starken Pass in die Tiefe auf den Weg geschickt und legte quer auf Luca Schnellbacher, der aus wenigen Metern zum 3:2 einschob.

Zu Beginn des zweiten Durchgang stand die SVE etwas tiefer - blieb im Umschaltspiel aber dennoch brandgefährlich. Nach einer Flanke Koffis trat Thore Jacobsen am Ball vorbei und verpasste das mögliche 4:2. Doch auch Leverkusen kam zu Chancen. Stürmer Patrick Schick erzielte aus 25 Metern mit einem traumhaften Schlenzer den vermeintlichen Ausgleich – doch der Referee entschied auf Abseits.

Conrad mit der Vorentscheidung

Leverkusen erhöhte in der Folge den Druck. Doch wieder schlug die SVE zu. In der 74. Minute schraubte sich Abwehrmann Kevin Conrad nach Jacobsens Hereingabe hoch und erhöhte per Kopf zum 4:2.

In der 88. Minute wurde es aber noch einmal spannend. Patrick Schick erzielte den Anschlusstreffer. Danach vergaben die Leverkusener in der Nachspielzeit hochkarätige Chancen. Am Ende schaffte die SVE aber die Sensation und zieht mit einem 4:3-Sieg in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.

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