Fußball Regionalliga Südwest (Foto: imago images / Jan Huebner)

Schlägt Elversberg St. Pauli ein Schnippchen?

  13.09.2020 | 06:00 Uhr

David gegen Goliath: Heute trifft die SV Elversberg in der 1. Runde des DFB-Pokals auf den Zweitligisten FC St. Pauli. Die letzte Pokal-Sensation „made in Elversberg“ liegt schon eine Dekade zurück.

Wenn die Generalprobe schief geht, muss der Auftritt gut werden: Überträgt man dieses Sprichwort aus der Theaterwelt auf den Fußball und nimmt die 0:2-Ligapleite gegen Ulm als Generalprobe, dann kann das Spiel der SVE gegen St. Pauli nur zum Erfolg werden.

Dass im Pokal alles möglich ist, zeigte zuletzt der 1. FC Saarbrücken, der in der vergangenen Pokal-Saison mit Regensburg, Köln, Karlsruhe und Düsseldorf je zwei Teams aus der 1. und 2. Bundesliga aus dem Wettbewerb kegelte und erst im Halbfinale gegen Bayer Leverkusen scheiterte.

Letzte Sensation zehn Jahre her

Die letzte Pokal-Sensation made in Elversberg liegt allerdings schon zehn Jahre zurück. Im August 2010 empfing die SVE in Runde eins den damaligen Erstligisten Hannover 96, den man mit 5:4 im Elfmeterschießen bezwang. Auf eine solche Sensation hofft man nun eine Dekade später erneut.

"Es ist etwas Besonderes"

Kapitän Luca Dürrholtz ist jedenfalls froh, dass in der ersten Runde nicht gleich Borussia Dortmund oder der FC Bayern wartet. Gegen Clubs dieses Kalibers habe man in der Regel nur sehr wenige Chancen. Mit St. Pauli komme „ein attraktiver Zweitligist ins Saarland“, dem die Mannschaft zeigen will, „wer die SV Elversberg ist“. Eine Prognose will Dürrholtz nicht abgeben – nur so viel: „Es ist klar, dass im DFB-Pokal alles möglich ist, und es ist auf jeden Fall für jeden von uns ein Highlight-Spiel“.

Auch für Trainer Horst Steffen ist das Spiel gegen St. Pauli schon jetzt ein Höhepunkt der noch jungen Saison: „Es ist selten, dass man in einem Pflichtspiel gegen einen Zweitligisten antritt. Es ist etwas Besonderes für uns: Ein Bonusspiel, das wir als Geschenk mitnehmen.“

240 Tickets für Fans

Zu der Partie sind im Stadion insgesamt 500 Personen zugelassen. Abzüglich des festgeschriebenen Kontingents für DFB- und Vereinspartner, Sponsoren und Verbände sind noch 240 Tickets in den Verkauf gegangen, die schnell vergriffen waren. Bei dem Spiel wird es – anders als bei den Liga-Heimspielen – für alle Zuschauer nötig sein, ein Kontaktformular auszufüllen. Anstoß der Partie ist um 15.30 Uhr.

Im SR wird es heute in der SR 3-Sendung Sport und Musik ab 16.00 Uhr eine Liveübertragung geben. Das SR Fernsehen zeigt in der sportarena ab 18.45 Uhr eine Zusammenfassung der Partie.

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