Trinkpause bei SV Elversberg (Foto: imago/Eibner)

DFB-Pokal: Schafft die SVE das Fußball-Wunder?

Kai Forst   18.08.2018 | 13:00 Uhr

In der Liga läuft es derzeit alles andere als rund für die SV Elversberg. Nach vier Spielen belegt das Team von Trainer Seitz den letzten Tabellenplatz. Heute steht nun der DFB-Pokal gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg an. Schafft die SVE nach 2010 erneut ein Fußballwunder?

Mit niedersächsischen Bundesligisten hat die SV Elversberg gute Erfahrungen im DFB-Pokal: 2010 empfingen die Saarländer – damals noch unter Trainer Günter Erhardt – Hannover 96 in der 1. Runde und warfen die haushohen Favoriten nach einem Elfmeterkrimi aus dem Wettbewerb.

Für die Mannschaft, die Verantwortlichen und die Fans wäre ein ähnliches Szenario am heutigen Samstag gegen den VfL Wolfsburg ein großer Traum und Balsam auf die derzeit geschundene Regionalliga-Seele. Nach vier Spielen und drei Niederlagen in Folge findet sich Elversberg mit dem schlechtesten Torverhältnis der Liga auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Zwar werden Trainer und Spieler nicht müde zu betonen, dass sie stets die bessere Mannschaft gewesen seien. Doch ganz so einfach ist es nicht. In der Offensive ist Elversberg derzeit so harmlos, dass es selbst Trainer Roland Seitz in den Wahnsinn treibt.

Der DFB-Pokal kommt zur rechten Zeit

Kommt der DFB-Pokal also gerade zur rechten Zeit? Der VfL Wolfsburg als Aufbaugegner für Elversberg? Denn eigentlich kann der Underdog in einer solchen Partie nur gewinnen. Die Fans würden auch eine klare Niederlage ob des Klassenunterschiedes verzeihen. Und sollte wie schon 2010 die Pokalsensation glücken, wären auch die zuletzt stinksaueren Anhänger wieder versöhnlicher gestimmt. „Ich habe der Mannschaft mit auf den Weg gegeben, dass sie keine Angst haben soll. Ich hoffe, dass die Jungs mit Freude in das Spiel gehen, und dass sie ein schönes Erlebnis haben“, sagte Trainer Roland Seitz. Nicht mit von der Partie sind die weiterhin angeschlagenen Benno Mohr, Aleksandar Stevanovic und Marco Kofler. Daneben wird auch Stürmer Muhamed Alawie fehlen, der aufgrund von Rücken- und Nackenproblemen derzeit nicht im Mannschaftstraining ist.

Wolfsburg mit starker Vorbereitung

Die Wolfsburger kommen nach zuletzt zwei starken Vorbereitungsspielen mit viel Schwung und Optimismus an die Kaiserlinde. Gegen den italienischen Vize-Meister SSC Neapel setzte sich die Truppe von Bruno Labbadia mit 3:1 durch. Angreifer Admir Mehmedi sorgte mit einem Doppelpack in der 71. und 74. Minute für die Entscheidung. Eine Woche zuvor fertigten die Niedersachsen den niederländischen Vize-Meister Ajax Amsterdam mit 3:0 ab. Auch hier traf Mehmedi, der am Samstag auch der Elversberger Defensive Sorgen bereiten dürfte.

Dass der haushohe Favorit gegen den Regionalligisten in die 2. Runde einziehen will, das machte VfL-Trainer Labbadia im Vorfeld klar. Dennoch nimmt der Bundesligist seine Aufgabe ernst. „In den vergangenen zwei Tagen hat uns Elversberg sehr beschäftigt. Wir müssen nicht betonen, dass wir das Ganze sehr ernst nehmen und uns weder von der gesamten Situation noch vom aktuellen Tabellenstand von Elversberg blenden lassen“, sagte Labbadia.

Anstoß war um 15.30 Uhr. Eine Zusammenfassung der Partie ist am Abend in der Sportschau zu sehen.

Video [aktueller bericht, 17.08.2018, Länge: 3:07 Min.]
Vorbericht zum DFB-Pokalspiel der SVE gegen Wolfsburg

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