Fußballspieler auf dem Platz (Foto: pixabay/Gellinger)

Geringe Ansteckungsgefahr beim Fußball im Freien

  23.02.2021 | 16:20 Uhr

Beim Fußballspielen unter freiem Himmel besteht laut einer Analyse des Sportmediziners Prof. Tim Meyer von der Saar-Uni nur eine äußerst geringe Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus. Die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes wollen sich daher für eine Rückkehr des Amateursports stark machen.

Der Sportmediziner Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des DFB, hatte mit Kollegen vom Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes sowie dem Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel mehr als 750 Partien aus Profiligen und dem Amateurbereich mit mindestens einem Spieler, der der Ansteckung mit dem Coronavirus verdächtigt war, analysiert.

Ziel war laut der Nachrichtenagentur dpa neben der Erfassung infektiöser Spieler in Partien oder im Training eine Einschätzung des Infektionsrisikos für andere Spieler und Schiedsrichter. Dabei wurde festgestellt, dass nach aktuellem Kenntnisstand beim Fußballspielen unter freiem Himmel "nur eine äußerst geringe Ansteckungsgefahr besteht", so Meyer.

Amateure wollen zurück auf den Rasen

Wie groß die Sehnsucht nach der Rückkehr des Amateurfußballs ist, zeigt laut DFB eine laufende bundesweite Umfrage. An den ersten drei Tagen hätten rund 50.000 Personen daran teilgenommen, 97 Prozent davon seien Mitglied in einem Fußballclub. 98 Prozent der bisher Befragten hätten angegeben, den Amateurfußball und ihren Verein zu vermissen, 95 Prozent wollen auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich nach dem Lockdown in den Amateurfußball zurückkehren.

Die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des DFB haben in einem Appell die hohe gesellschaftliche Bedeutung und Wirkung des Amateursports hervorgehoben. Sie unterstützen damit den offenen Brief von DFB-Präsident Fritz Keller und DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der am vergangenen Freitag an alle 24.500 Vereine im deutschen Fußball verschickt wurde. Darin betonte die DFB-Spitze, dass der Sport und seine einzigartige Vereinslandschaft in allen Entscheidungen berücksichtigt werden müssten und nicht abgehängt werden dürften.

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