Mike Frantz, Patrick Herrmann (Foto: dpa)

Bühne frei für die Bundesliga

Kai Forst   24.08.2018 | 11:44 Uhr

Der FC Bayern München hat am Freitag mit einem Sieg gegen Hoffenheim die neue Bundesliga-Saison eröffnet. Die saarländischen Bundesliga-Profis Mike Frantz, Patrick Herrmann und Florian Müller greifen am Samstag und Sonntag ins Geschehen ein.

Die 56. Bundesliga-Spielzeit ist gestartet und wie in den vergangenen Jahren ist der FC Bayern München der große Favorit auf die Meisterschaft. Sechs Mal in Folge gewannen die Bayern den Pott. Spannend war in der Bundesliga in den vergangenen Jahren meist nur noch der Abstiegskampf. Wie zum Beispiel in der vergangenen Saison, als Mike Frantz und der SC Freiburg bis zuletzt zittern mussten.

Frantz: "Schöne Wertschätzung"

Der gebürtige Saarbrücker geht bereits in die fünfte Saison für die Breisgauer und ist für seine Mannschaft enorm wichtig. Das zeigt sich auch daran, dass er vor einigen Tagen von seinen Mitspielern zum neuen Kapitän gewählt wurde. „Das ist eine schöne Wertschätzung, zumal das Votum aus dem Kreis der Kollegen kommt und nicht bestimmt wurde“, sagte der 31-Jährige auf der Vereinshomepage. „Ich war in den vergangenen beiden Jahren bereits stellvertretender Kapitän und wir haben hier viele Jungs, die Verantwortung übernehmen wollen und können. Daher wird es im Umgang miteinander keine großen Veränderungen geben.“

Wie wichtig Frantz für den SC Freiburg ist, stellte er gerade erst im DFB-Pokal unter Beweis, als er sein Team mit einem Traumtor gegen Drittligist Cottbus kurz vor Abpfiff ins Elfmeterschießen rettete, das der Bundesligist schließlich gewann. Am Samstag startet die Mannschaft von Christian Streich gegen Eintracht Frankfurt in die Saison. Anstoß ist um 15.30 Uhr.

Herrmann kämpft um Stammplatz

Interview mit Fußballexperte Tim Jürgens zum Start der Bundesliga
"Wir werden wieder was zu reden haben."
Start der Bundesliga. Natürlich steht Bayern wieder im Vordergrund, aber im Gespräch mit SR 3-Moderator Frank Hofmann erklärt Tim Jürgens, stellvertretender Chefredakteur des Magazins "11 Freunde", dass man einfach zwei Klassen sehen müsse.

Das Abendspiel am Samstag bestreitet Borussia Mönchengladbach mit dem zweiten saarländischen Bundesligaprofi Patrick Herrmann gegen Bayer Leverkusen. Herrmann, der bereits seit der B-Jugend in Gladbach unter Vertrag steht, hatte erst kürzlich seine Treue zu seinem Verein bekundet. "Ich bleibe - und das ist definitiv", sagte der 27-Jährige dem Fußballmagazin Kicker. Offenbar lagen ihm mehrere Offerten anderer Clubs vor. Zuvor war immer wieder von einem möglichen Wechsel des Saarländers berichtet worden, da er in der vergangenen Saison unter Trainer Dieter Hecking zu selten in der Startformation stand.

Ob es für Herrmann in dieser Spielzeit zum Stammspieler reichen wird? Gerade auf den Außenbahnen sind die Gladbacher stets gut aufgestellt, so dass es sicher einen regen Konkurrenzkampf geben wird. "Ich nehme den Konkurrenzkampf bei Borussia an. Tatsache ist ja, dass ich eigentlich nie weg wollte. Ich bin glücklich, dass das Thema Wechsel endgültig vom Tisch ist“, sagte Herrmann. Sollte er allerdings auch in diesem Jahr zu wenige Spiele von Beginn an bestreiten, ist ein Weggang aus Gladbach gewiss, denn Herrmanns Vertrag läuf 2019 aus.

Müller bei Mainz zwischen den Pfosten

Der dritte Saar-Profi in der 1. Liga steht bei Mainz zwischen den Pfosten. Florian Müller machte in der vergangenen Saison die ersten Erfahrungen Bundesliga-Erfahrungen. Der 20-Jährige aus Saarlouis ist schon seit der B-Jugend in Mainz und wird beim Auftakt gegen den VfB Stuttgart am Sonntag wohl als Nummer eins zwischen den Pfosten stehen.

Hector neuer FC-Kapitän

Jonas Hector (Foto: imago/Team 2)
Jonas Hector

Ein weiterer Bundesliga-Profi aus dem Saarland, allerdings aus der 2. Liga, ist bereits in die neue Saison gestartet. Nationalspieler Jonas Hector, der nach dem Abstieg des 1. FC Köln überraschend nicht zu einem Erstliga-Club oder ins Ausland gewechselt war, hat bereits zwei Ligaspiele absolviert und dabei vier Punkte geholt. Das Ziel des neuen FC-Kapitäns und seiner Geißböcke dürfte klar sein: der direkte Wiederaufstieg ins Fußballoberhaus.

"Typ des Jahres"

Schöne Anekdote am Rande: Jüngst wurde der Auersmacher vom Magazin „11 Freunde“ zum „Typ des Jahres“ gekürt. In seiner Laudatio auf Hector erklärte Schauspieler Heiner Lauterbach mit Blick auf dessen Verbleib in der Domstadt. „Spätestens mit dieser Entscheidung hat er sich ein Denkmal für die Ewigkeit gesetzt in der geilsten Stadt der Welt.“  Am Samstag geht es für Hector nun gegen Erzgebirge Aue, wo ein weiterer Saarländer spielt. Calogero Rizzuto steht seit 2015 als Rechtsverteidiger bei den Sachsen unter Vertrag und spielte in den ersten beiden Partien der Saison jeweils 90 Minuten durch. Allerdings kam Aue mit nur einem Punkt nicht ganz so optimal aus den Startlöchern.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten vom 24.8.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen