Bioabfälle und Restmüll in einer Tonne (Foto: picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/ZB)

Zu viel Bioabfälle im Restmüll

Yvonne Schleinhege   28.07.2020 | 15:46 Uhr

Im Saarland werden immer noch zu viele Abfälle in der Restmülltonne entsorgt, die dort nicht hineingehören. Dieses Ergebnis einer Studie des Umweltbundesamtes bestätigt der Entsorgungsverband Saar (EVS). Insgesamt geht die Menge an Restmülls seit Jahren aber deutlich zurück.

Windeln, Asche oder Staubsaugerbeutel - diese Dinge gehören in die Restmülltonne. Allerdings landen allzu oft Pappe, Verpackungen oder auch Gemüse-Abfälle in dieser Tonne. Eine Analyse des EVS aus dem Jahr 2018 zeigt etwa, das ein Drittel des Abfalls in der Restmülltonne eigentlich Bio-Müll ist. Etwa ein Viertel machen Papier, Glas und andere Dinge aus. Laut Umweltbundesamt landen im Restmüll rund zwei Drittel Abfälle, die eigentlich anders entsorgt werden sollten.

Restmüll geht insgesamt zurück

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Insgesamt sind die Restmülltonnen in Städten nicht nur voller als in Vororten und auf dem Land, sondern sie enthalten auch fälschlich entsorgte Wertstoffe. Auch diesen Stadt-Land-Unterschied bestätigt der Entsorgungsverband für das Saarland.

Insgesamt gilt: In Deutschland fällt nur noch halb so viel Restmüll an wie vor 35 Jahren. Im Saarland sind die Mengen seit Einführung des mengenabhängigen Gebührensystems 2011 deutlich zurückgegangen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 28.07.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja