Ältere Arbeitnehmer arbeiten in einer Werkhalle (Foto: dpa)

Saarland holt bei Älteren-Erwerbsquote auf

  09.01.2019 | 16:55 Uhr

Ältere Erwerbstätige finden im Saarland immer häufiger eine Beschäftigung. Dennoch liegt das Saarland auf dem vorletzten Platz im bundesweiten Ranking. In ihrer aktuellen Studie bemängelt die IHK vor allem die große Fachkräftelücke.

Laut der Studie der Industrie- und Handelskammer ist der Anteil der 55- bis 64-Jährigen, die dem saarländischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, seit dem Jahr 2005 um die Hälfte gestiegen – die schnellste Steigerung der Quote im Bundesvergleich.

Der steile Anstieg im Saarland sei auch das Ergebnis einer niedrigen Ausgangsbasis, sagt Carsten Meier, der die Studie erstellt hat. Trotzdem liegt das Saarland im bundesweiten Ranking immer noch auf dem vorletzten Platz. Dass das Saarland trotz zahlreicher betrieblicher Maßnahmen nicht besser abschneidet, liegt laut IHK vor allem am hohen Anteil an Schichtarbeit in der Saarwirtschaft und den entsprechenden Rahmenbedingungen.

IHK fordert skandinavisches Niveau

Bis 2025 sollte es laut IHK Anspruch und Ziel sein, die Älteren-Erwerbsquote auf Bundesniveau (72,6 Prozent) zu steigern. Das skandinavische Niveau sollte laut der Kammer bis 2030 erreicht werden – hier betrifft die Älteren-Erwerbsquote 81 Prozent.  „Wenn dies gelänge, stünden dem saarländischen Arbeitsmarkt im Vergleich zu 2017 rund 6000 zusätzliche Fachkräfte zur Verfügung.

Würde man bis 2030 sogar das heutige schwedische Niveau erreichen, wären es 18.000. Auf diese Weise könnte die sich abzeichnende Fachkräftelücke durch den weiteren Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials im Saarland um mehr als 100.000 Personen bis zum Jahr 2030 zumindest etwas verringert werden“, so Meier. Um dieses Ziel zu erreichen, fordert die IHK gezielt Politik und Unternehmen dazu auf, stärker die Beschäftigungsquoten im Alter zu stärken.

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