Rauchmelder (Foto: dpa)

Nicht genug Rauchmelder in vielen Wohnungen

  13.11.2020 | 10:01 Uhr

Bis zu vier Menschen am Tag rettet ein Rauchmelder nach Angaben des Forums Brandprävention in Deutschland durchschnittlich vor gesundheitlichen Schäden oder sogar dem Tod. Trotzdem sind viele Wohnungen nicht ausreichend mit Warnmeldern ausgestattet. Die Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert gibt zum Rauchmeldertag Tipps.

Bei einem Brand sind laut der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert in erster Linie nicht die Flammen selbst das Problem, sondern der Rauch. Dieser verbreite sich in kürzester Zeit innerhalb eines Gebäudes und versperre Fluchtwege und Ausgänge. Wenn es brennt, blieben höchstens 120 Sekunden zur Flucht. Man verliere schnell die Orientierung. Außerdem ist der Rauch hochgiftig: Bereits wenige Atemzüge können zum Tod führen.

Qualitätszeichen bürgen für Zuverlässigkeit

Alle Wege, die für die Flucht aus dem Gebäude genutzt werden, müssten mit Rauchmelder ausgestattet sein, so die Feuerwehr. Auch in allen Schlaf- und Kinderzimmern müssten Rauchmelder angebracht sein. Denn im Schlaf sei ein Feuer nicht zu bemerken, weil auch der Geruchssinn dann nicht reagiere.

Die Feuerwehr weist zudem auf den verbreiteten Irrtum hin, nur Vermieter seien verpflichtet, Rauchmelder zu installieren. Tatsächlich seien dazu alle Eigentümer gesetzlich verpflichtet.

Ein guter Rauchmelder lässt sich laut der Feuerwehr neben dem CE-Zeichen auch an dem zusätzlichen Qualitätszeichen "Q" erkennen. Derart gekennzeichnete Geräte würden zuverlässig auf Brandrauch reagieren, Fehlalarme reduzieren und verfügten über einen lauten Warnton mit mehr als 85 Dezibel. Zudem seien sie gut verarbeitet, besäßen eine fest eingebaute Batterie und hielten mindestens zehn Jahre.

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