Ostereier und natürliche Färbstoffe (Foto: pixabay)

Fragen rund ums Osterei

AFP   30.03.2021 | 11:46 Uhr

Ob gekocht, gefärbt oder ausgepustet: Zu Ostern schnellt der Eierverbrauch in die Höhe. Wie man die Herkunft der Eier erkennt, die Frische bestimmt und wie lange gekochte Eier haltbar sind - hier gibt es die Antworten.

Wer zu Ostern Eier von glücklichen Hühnern bemalen und essen will, muss genau hinschauen. Haltungsart und Herkunft lassen sich am Stempelaufdruck ablesen. Die erste Ziffer steht für die Haltungsform, wobei 0 die ökologische Haltungsart kennzeichnet, die besonders hühnerfreundlich ist. Die Ziffer 1 steht für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfige, wobei Käfigeier inzwischen den geringsten Anteil ausmachen.

Die Buchstaben nach dem Bindestrich geben Auskunft über das Herkunftsland, etwa DE für Deutschland oder NL für die Niederlande. Zuletzt folgt die Kennung des Herstellerbetriebs. Wegen der Geflügelpest könnten Freilandeier teilweise knapp werden, weil viele Tiere seit Wochen ihre Ställe nicht verlassen dürfen.

Herkunft von gefärbten Eiern

Es gibt auch Eier von Produzenten, die männlichen Küken nicht sofort töten, sondern aufziehen. Diese Eier kosten wegen der aufwändigeren Aufzucht der Bruderhähne einige Cent pro Stück mehr. Die Kennzeichnung ist laut Verbraucherschützern aber nicht immer eindeutig.

Gekochte und gefärbte Eier müssen keinen Herkunftsstempel tragen - daher sind das laut Verbraucherschützern zufolge oft Käfigeier. Allerdings wird die Haltungsform auch auf bunten Eiern immer häufiger angegeben. Wer ganz sicher gehen will, sollte Eier selbst färben. 

Frischetest für rohe Eier

Rohe Eier haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 28 Tagen, gerechnet ab dem Tag des Legens. Das Datum steht auf der Verpackung, so dass sich das Alter der Eier errechnen lässt. Wer dennoch unsicher ist, taucht das Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas. Ein frisches Ei bleiben am Boden. Ältere Eier richten sich teilweise auf oder steigen langsam nach oben.

Grund dafür ist die Luftkammer im Ei, die umso größer wird, je älter das Ei ist. Schwimmt ein Ei unter der Wasseroberfläche, ist es mindestens vier Wochen alt und für den Verzehr nicht mehr geeignet. 

Eierfarben - Kaufen vs. Natur

Spezielle Eierfarben aus dem Handel wie Brausetabletten, bunte Stifte oder Malkästen sind Verbraucherschützern zufolge meist unbedenklich. Alle Farben, die der Handel zum Selbstfärben anbietet, sind für Lebensmittel zugelassen. Dennoch können Allergiker auf diese Farbstoffe mit Hautrötungen oder Juckreiz reagieren und sollten daher vorsichtig sein.

Es gibt im Handel auch natürliche Eierfarben. Eier können aber auch genauso gut mit Farben aus der Natur verschönert werden. Rote Bete und rote Zwiebelschalen ergeben prima Rottöne. Schwarzer Tee, Zwiebel- und Walnussschalen sowie Kurkuma sorgen für Farbtöne von goldgelb bis braun.

Grün werden Eier durch Spinat, Minze, Mate-Tee oder Petersilie und blau bis lila durch Rotkohlblätter oder Holundersaft. Der Sud aus einem halben Liter Wasser, einem Schuss Essig und 250 Gramm Pflanzenteilen sollte 30 bis 45 Minuten kochen, bevor die Eier hineingegeben werden. 

Wie lange sind hart gekochte Eier haltbar?

Bei Eiern fürs Osternest ist darauf zu achten, dass sie beim Kochen oder beim Abschrecken keine Risse bekommen. Ist die Schale beschädigt, können Keime eindringen und die Eier verderben schneller. Sie sollten dann in den Kühlschrank gelegt und innerhalb weniger Tage gegessen werden.

Ansonsten halten sich gekochte und selbst gefärbte Eier bei Zimmertemperatur bis zu vier Wochen. Abgeschreckte Eier sollten nach zwei Wochen verzehrt sein. Gefärbte Supermarkteier sind mit einem speziellen Schutzlack behandelt und mehrere Wochen haltbar, sofern die Schale intakt ist.

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