Kopfschmerzen (Foto: dpa)

Wider den Neujahrs-Kater

  31.12.2018 | 12:33 Uhr

Nach einem feuchtfröhlichen Jahresanfang kommt das böse Erwachen oft am nächsten Morgen. Kopfschmerzen und Übelkeit sind die typischen Anzeichen für einen "Kater". Damit Sie in diesem Jahr die Silvesterparty gut überstehen, hier ein paar Tipps.

Wer denkt schon gerne an den unweigerlich folgenden Brummschädel am nächsten Tag, wenn die Silvesterparty so richtig feuchtfröhlich ist. Auch wenn es alkoholfreien Sekt und Wein gibt - für die Mehrzahl der Menschen gehört Alkohol einfach mit zum Jahreswechsel dazu, einschließlich der weniger schönen Nebenwirkungen am 1. Januar. Mit kleinen Tricks kann man dem Katzenjammer aber sowohl vor als auch nach Silvester entgegenwirken.

Vorbeugen ist besser...

Leicht umsetzen lassen sich einige ernährungstechnische Regeln, wie etwa nicht auf leeren Magen zu trinken. Gesunde, fettreiche Nahrungsmittel wie Nüsse, Lachs, Hering oder Käse erschweren die Aufnahme von Alkohol ins Blut. Außerdem empfiehlt es sich, zwischen jedem alkoholischen Getränk ein Glas Mineralwasser zu trinken.

...als Nachwehen

Getrunken wird zwar viel am letzten Tag des alten Jahres und am ersten Morgen des neuen, dennoch ist der Körper am nächsten Tag ausgetrocknet. Das liegt daran, dass der Alkohol die Nieren anregt. Diese produzieren mehr Urin. Wer viel Alkohol trinkt, muss ständig auf die Toilette. Durch die erhöhte Urinproduktion geht dem Körper Flüssigkeit verloren. Daher ist es wichtig, am Morgen nach der Festivität erst mal viel zu trinken, um den Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Am Besten greift man jetzt zu Mineralwasser oder Saftschorlen. Alkoholische Getränke sind natürlich nicht anzuraten.

Salz, Mineralstoffe und Vitamine nachtanken

Auch das bekannte Katerfrühstück aus Gurken, Rollmops, Tomatensaft, Nüssen und reichlich frischem Obst hat einen medizinischen Hintergrund. Durch den erhöhten Flüssigkeitsverlust bei Alkoholkonsum gehen dem Körper viele Salze und Mineralstoffe verloren. Salzhaltige Lebensmittel wie Rollmöpse führen dem Körper das verlorene Salz wieder zu. Vitaminbomben in Form von frischem Obst oder Säften helfen beim Alkoholabbau und führen notwendige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Natrium wieder zu.

Problem: Kopfschmerzen

Mit das drängendste Problem beim Kater sind wohl Kopfschmerzen. Dagegen wirken zum Beispiel feuchtkalte Kompressen oder Eisbeutel auf Stirn, Schläfen oder Nacken oder verdünntes Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen aufzutragen. Pfefferminzöl hemmt verschiedene Schmerz-Botenstoffe und übt einen entspannenden Effekt auf die Muskulatur aus. Außerdem erhöht es die Durchblutung des schmerzhaften Muskels. Das Öl sollte großflächig verteilt und eingerieben werden. Nach 15 und 30 Minuten sollte man die Anwendung wiederholen. Nach etwa einer Viertelstunde setzt die Wirkung ein.

Auch leichte Bewegung – etwa ein Spaziergang an der frischen Luft – lässt den Kopfschmerz langsam verblassen. Hilft das alles nichts, sollte man zu einem der drei Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol oder Ibuprofen greifen. Diese stillen oder verringern Schmerzen.

Auch dem Magen muss geholfen werden

Den Magen entlastet zum Beispiel ein Tee aus frischen Melisseblättern: einfach zwei Teelöffel der Blätter in einer Tasse mit kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen. Die in der Melisse enthaltenen Mineral-, Gerb- und Bitterstoffe wirken beruhigend auf Magen und Darm. Man kann aber auch ein Melissenbad nehmen. Das beruhigt zudem die Seele. Eine weitere Möglichkeit, den Magen zu beruhigen, ist die Rollkur. Dabei trinkt man Kamillentee auf nüchternen Magen und legt sich für jeweils zehn Minuten auf Rücken, Seite und Bauch.

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