Heizung (Foto: dpa)

Wann müssen Vermieter die Heizung anschalten?

  09.09.2019 | 11:30 Uhr

Bis die eigentliche Heizperiode beginnt, dauert es noch ein paar Wochen: Aber bereits jetzt kann es vor allem nachts empfindlich kalt werden. Aber ab wann müssen Vermieter die Heizung anstellen?

In Deutschland gibt es keine klare gesetzliche Vorgabe für eine Heizsaison. In der Rechtssprechung hat sich allerdings die Zeit vom 1. Oktober bis zum 30. April als Heizperiode durchgesetzt. Vermieter müssen in dieser Zeit dafür sorgen, dass die Heizung funktioniert und tagsüber eine Mindesttemperatur von 20 bis 22 Grad erreicht werden kann, wie der Deutsche Mieterbund erklärt. Nachts sollten zumindest 18 Grad möglich sein.

Aber auch außerhalb der Heizperiode muss die Heizung funktionieren, wenn bestimmte Temperaturen unterschritten werden. Ist es in der Wohnung tagsüber kälter als 18°C und zeichnet es sich ab, dass das über ein, zwei Tage so bleibt, muss die Heizungsanlage auch schon vor Oktober in Betrieb genommen werden, entschied etwa das Landgericht Kassel. Sinkt die Zimmertemperatur unter 16°C, muss das übrigens sofort passieren.

Das Amtsgericht Uelzen machte in einem anderen Urteil die Entscheidung von der Außentemperatur abhängig: Liegt sie mindestens drei Tage lang unter 12°C, muss die Heizung angeschaltet werden.


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