Tierquälerei: Hund wird im Auto eingesperrt (Foto: dpa)

Hitze - für Tiere lebensgefährlich

  23.06.2013 | 15:49 Uhr

Endlich sind die Temperaturen so, wie sie im Sommer sein sollten. Für Tiere kann die Hitze aber schnell zur Todesfalle werden. Vor allem im heißen Auto zurückgelassene Vierbeiner schweben in Lebensgefahr.

Der Sommer ist in Deutschland angekommen. Endlich, werden die meisten sagen, wurden die sommerlichen Temperaturen doch seit Wochen herbeigesehnt. Tiere gehören jedoch nicht zu diesen „Sonnenanbetern“. Der Grund: Hund, Katze und Co. können sich im Unterschied zum Menschen nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen, sondern allein durch Trinken beziehungsweise durch Hecheln. Weil viele Tierhalter das nicht wissen, sterben jährlich unzählige Tiere.

Besonders gefährlich ist es für die Vierbeiner, alleine im Auto gelassen zu werden. „Die Temperaturen steigen ganz schnell auf 50 Grad und mehr an. Die Tiere bekommen dann einen Hitzschlag“, sagt der Vorsitzende des Landesverbands des Deutschen Tierschutzbundes, Werner Kirsch. Daher sollte es unter allen Umständen vermieden werden, sein Tier im Auto zurückzulassen. Ein geöffnetes Schiebedach oder ein Spalt breit geöffnetes Fenster sorgten in keinem Fall für genügend Abkühlung im Auto. „Auch ein kurzer Einkauf ist schon eine zu lange Zeit“, so Kirsch.

Polizei ist erste Anlaufstelle

Passanten, die Hunde in Autos entdecken, sollten sich laut Kirsch direkt an die Polizei wenden. „Wenn es auf dem Parkplatz eines Supermarkts ist, kann man sich auch direkt an die Information des Supermarktes wenden. Dort kann der Fahrer ausgerufen werden – mit dem Hinweis, dass die Polizei verständigt wird, wenn er nicht ganz schnell zu seinem Auto kommt. Das funktioniert häufig sehr gut.“

Doch nicht nur in praller Sonne ist der Hund im Auto gefährdet. Selbst bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur im parkenden Auto rasch auf 40 oder 50 Grad an. Der Deutsche Tierschutzbund gibt zudem zu bedenken, dass häufig vergessen wird, dass die Sonne wandert. Die Folge: Das im Schatten abgestellte Fahrzeug steht nach kurzer Zeit wieder in der Sonne. Auch im Käfig oder im Außengehege lebende Tiere dürfen nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier gilt: Immer prüfen, ob das Gehege sich den ganzen Tag über im Schatten befindet.

Was kann ich tun?

Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals sind einige Anzeichen dafür, dass Hunden und Katzen die Hitze zu sehr zusetzt. Außerdem sind Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schließlich Bewusstlosigkeit Anzeichen für einen Hitzeschlag, der im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führt. Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzeschlag deuten, ist so schnell wie möglich ein Tierarzt aufzusuchen.