Eine junge Frau hält auf dem Wochenmarkt eine Avocado in ihrer Hand, davor sind Granatäpfel zu sehen (Foto: dpa/Andreas Arnold)

Gesunde Ernährung leicht gemacht

Leonie Rottmann / Videos: Marc Drumm   12.02.2019 | 10:53 Uhr

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung muss nicht kompliziert sein. Die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Mareike Großhauser berät Privatpersonen und Profisportler in Ernährungsfragen. Sie hat Tipps und Rezepte zusammengefasst, wie jeder im Alltag einfach und ohne viel Aufwand seine Ernährung gesund gestalten kann.

Im Profisport können die Athleten kaum auf eine gesunde und leistungsfördernde Ernährung verzichten. Deswegen kommt Dr. Mareike Großhauser zwei Mal im Monat aus Darmstadt ins Saarland, um die Sportler am Olympiastützpunkt in Saarbrücken in Gruppen oder Einzelterminen zu beraten. Dabei setzt sie auf einfache Rezepte, die schmecken und gute Nährwerte haben.

Ernährungstipps von der Expertin

Zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse täglich
Video [aktueller bericht, 12.02.2019, Länge: 4:55 Min.]
„Sportliches“ Kochen mit Ernährungswissenschaftlerin Dr. Mareike Grosshauser

Vielen Menschen fällt es schwer, genügend Obst und Gemüse zu essen. Wer kreativ wird, kann die Portionen in schmackhaften Alternativen verstecken. Smoothies oder Brotaufstriche bieten sich zum Beispiel dafür an. Eine Portionsgröße entspricht dabei etwa einer Handvoll. Grundsätzlich sollte der Gemüseanteil in der Ernährung höher sein, weil in Obst mehr Fruchtzucker enthalten ist.


Bunte Vielfalt bei Obst und Gemüse

Gelbe Pflanzenfarbstoffe wirken sich unter anderem positiv auf die Augengesundheit aus. Blaue, violette und rote Farbstoffe sind gut für die Haut- und Herzgesundheit. Und in grünem Obst und Gemüse sind viele Stoffe enthalten, die die Knochengesundheit begünstigen.


Frisch kaufen und verzehren

Frische Ware beginnt nach drei Tagen Lagerung, Nährstoffe zu verlieren. Daher sollten die Produkte am besten saisonal gekauft und zügig verbraucht werden. Tiefkühlprodukte bieten sich im Winter an, da sie einen besseren Vitamingehalt haben als Produkte, die lange Transportwege zurückgelegt haben.


Langes Kochen vermeiden

Durch eine kurze Kochdauer bleiben die Produkte bissfest und der Nährstoffverlust ist deutlich geringer. Daher sollten die Mahlzeiten besser gedünstet, blanchiert oder gegart werden.


Nicht jedes Öl verträgt Hitze

Zum Erhitzen und anbraten sollte bestenfalls raffiniertes Rapsöl verwendet werden. Durch die günstige Zusammensetzung der Fettsäuren ist das Öl hitzebeständiger als einige andere Öle.


Kaltgepresste Öle für Salate

Für einen Salat bietet sich zum Beispiel ein gutes Olivenöl an. Das erkennt man daran, dass es kaltgepresst ist und in nur einem Land hergestellt wurde. Minderwertige Öle bestehen oft aus einer Mischung aus verschiedenen Ursprungsländern.


Die Kräuterkunde ist unterschätzt

Oregano, Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, Petersilie, Dill und viele weitere Kräuter sind nicht nur lecker, sondern auch gesund und reichern unsere Lebensmittel durch sekundäre Pflanzenstoffe an.


Gesund kochen mit Ruderweltmeisterin Anja Noske
Audio [SR 3, Marc Drumm, 12.02.2019, Länge: 03:15 Min.]
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Drei Rezepte zum Selbermachen




Bananen-Kartoffel-Curry mit Kokosmilch

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 12.02.2019 berichtet.

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