Kohlenmonoxid-Melder (Foto: EPA/Nest Labs Inc./dpa-Bildfunk)

Gefahr für Kohlenmonoxid-Vergiftung steigt

  23.10.2019 | 14:36 Uhr

Mit Beginn der Heizperiode steigt die Gefahr einer Kohlenmonoxid-Vergiftung in der eigenen vier Wänden. In der Vergangenheit gab es schon mehrere Todesfälle - auch im Saarland. Verschiedene Maßnahmen können das Risiko eindämmen.

Eine defekte Heizungsanlage, ein verstopfter Kamin oder ein undichter Schornstein - schon kleine Mängel können im eigenen Haus zur tödlichen Gefahr werden, warnt die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Das unsichtbare und geruchlose Gas Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei unvollständigen Verbrennungsprozessen und kann bei zu hoher Konzentration zu ernsten gesundheitlichen Beschwerden, Bewusstlosigkeit und bis hin zum Tod führen.

Ende 2018 waren in Spiesen-Elversberg zwei Personen gestorben, weil aus einem Kaminofen das Gas ausgetreten war. Erst zwei Monate zuvor war die komplette Bliesgau-Halle in Blieskastel wegen einer hohen CO-Konzentration geräumt worden.

CO-Warner können Leben retten

Erste Anzeichen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung sind Sehstörungen, Schwindel, starke Kopfschmerzen oder auch Schüttelfrost und Übelkeit. Um einem Kohlenmonoxid-Austritt vorzubeugen, sollten Heizungsanlagen und andere Feuerstätten regelmäßig überprüft werden, sagt Alexis Gula, Sprecher des Zentralen Innungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks. "Bei raumluftabhängigen Heizungsanlagen ist sie einmal jährlich vorgeschrieben, bei raumluftunabhängigen Heizungsanlagen alle zwei oder drei Jahre", so Gula.

Außerdem gibt es schon für wenige Euro im Internet und im Baumarkt spezielle Kohlenmonoxid-Warner, die neben der Heizung angebracht werden können.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja