Erinnerungskoffer Baby, Säuglingspflege (Foto: Sabine Geith, Saarl. Museumsverband e.V.)

Erinnerungskoffer für Menschen mit Demenz

Marie Kotzian   10.05.2020 | 15:32 Uhr

Emotionen wecken und Erinnerungen wachrufen: Das ist das Ziel der Erinnerungskoffer für Menschen mit Demenz. Sie enthalten Gegenstände aus dem früheren Alltag heute älterer Menschen.

Die Erinnerungskoffer sollen Menschen mit Demenz helfen, sich auszutauschen, zu erzählen und sich zu erinnern. „Menschen mit Demenz leben in ihrer eigenen Welt und durch Erinnerungen, wie wir sie in Museen finden, können Zugänge geschaffen werden“, sagt Andreas Sauder von der Landesfachstelle Demenz.

Die Erinnerungskoffer hat der Saarländische Museumsverband mit der Landesfachstelle Demenz Saarland und dem Kulturschlüssel Saar zusammengestellt.

Gegenstände aus dem Alltag

Der Inhalt der Koffer ist an der Lebenswirklichkeit der Betroffenen orientiert. Dabei gibt es Koffer zu den Themen Säuglings- und Kleinkindpflege, Kindheit und Schule, Bergbau sowie Küche und Haushalt. Außerdem können auch Koffer zu speziellen anderen Themen gepackt werden, so der Saarländische Museumsverband.

Im Koffer zum Thema Säuglings- und Kleinkindpflege befindet sich unter anderem ein Liederbuch, Baumwollwindeln, Babypuppen und Babykleidung.

Laut Sabine Geith vom Saarländischen Museumsverband führen die Themen zu einem Gespräch auf Augenhöhe. „Der Patient muss oftmals den betreuenden Personen die Funktion der Gegenstände erklären“, so Geith.

Koffer werden kostenlos verliehen

Beim Saarländischen Museumsverband können die Koffer kostenfrei entliehen werden und flexibel in Tagespflegen, Tagesbetreuungen und stationären Pflegeeinrichtungen in der Betreuungsarbeit eingesetzt werden. Bei Bedarf werden die Koffer in die Einrichtung gebracht und auch wieder abgeholt.

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