Einbrecher (Foto: dpa/Frank Rumpenhorst)

So machen Sie's Einbrechern schwer

Melina Miller   01.11.2020 | 08:44 Uhr

In der dunklen Jahreszeit steigt das Risiko für Haus- und Wohnungsbesitzer, Opfer eines Einbruchs zu werden. Oft gelingt es den Tätern innerhalb weniger Sekunden, Fenster und Türen zu öffnen. Die saarländische Polizei erklärt, wie man es Einbrechern auch bei längerer Abwesenheit so schwer wie möglich macht.

Die frühe Dämmerung in Herbst und Winter sei oft eine Einladung für Täter, erklärt Stephan Laßotta, Sprecher der saarländischen Polizei. Deshalb sei in den Wintermonaten besondere Vorsicht geboten. Die folgenden Tipps zeigen, wie man sich am besten gegen die unerwünschten Besucher wappnet.

Fenster immer schließen

"Gekippte Fenster sind offene Fenster", sagt Laßotta. Für Einbrecher sei es leicht, diese zu öffnen - auch wenn sie sich im ersten Stock befänden. Häufig fänden Täter in Innenhöfen beispielsweise durch herumliegende Leitern eine Möglichkeit, an die Fenster oder auf einen Balkon zu gelangen. Deshalb solle man auch bei kurzer Abwesenheit alle Fenster ganz schließen und mögliche Hilfsmittel für Einbrecher aufräumen. Verschlossene Rollläden würden zusätzlich zumindest ein geringes Hindernis darstellen.

Kellertür nicht vergessen

Haustüren würden von den Haus- und Wohnungsbesitzern häufig gut verschlossen, so Laßotta. Keller- und Hintertüren allerdings würden gerne vernachlässigt oder seien qualitativ schlechter ausgestattet. Einbrecher wüssten dies und würden sich den einfachsten Weg in das Haus suchen. Die Polizei rät deshalb, alle Eingänge gleichermaßen zu überprüfen und zu sichern.

Schlüssel unter Fußmatte: "Leichtfertig"

"Auch wenn das eigentlich bekannt sein sollte: Schlüssel unter der Fußmatte oder im Blumenkasten sind leichtfertig", betont der Polizeisprecher. Diese gängigen Verstecke seien den Einbrechern nämlich ebenfalls bekannt und würden den Zutritt zum Haus um einiges erleichtern.

Haus sollte bewohnt aussehen

Bei längerer Abwesenheit sollte man am besten die Nachbarn bitten, Briefkästen zu leeren, immer wieder das Licht anzuschalten und die Rollläden regelmäßig zu öffnen. Denn das Haus sollte bewohnt aussehen, falls potentielle Täter es über einen längeren Zeitraum hinweg beobachten. "Einbrecher meiden in der Regel die Konfrontation mit Anwohnern", so Laßotta. Je unbewohnter ein Haus also aussehe, desto attraktiver wirke es auf Einbrecher.

Kostenlose Beratung durch die Polizei

Wie sicher das eigene Zuhause ist, kann man von den Experten der Polizei prüfen lassen. Alle Informationen gibt es auf der Webseite der saarländischen Polizei. Eine kostenlose Einbruchsberatung kann unter +49 681 962 3535 vereinbart werden.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja