Die Flagge der Schweiz in den Alpen (Foto: dpa)

Schweiz: Besser nicht rasen

  02.07.2017 | 09:56 Uhr

„Via Sicura“ heißt das Programm, mit dem die Schweizer Behörden den Straßenverkehr sicherer machen wollen. Mit teilweise drastischen Mitteln.

In der Schweiz werden Tempoüberschreitungen sehr früh geahndet. Schon eine Überschreitung von einem bis fünf Stundenkilometer kostet inner- und außerorts umgerechnet 40 Euro. Ab 20 Stundenkilometer Überschreitung liegt das Bußgeld bei mindestens 165 Euro, außerdem kann es Fahrverbote geben.

Ab 50 Stundenkilometer Überschreitung innerorts, 60 Stundenkilometer außerorts und 80 auf Autobahnen begeht man nicht mehr nur einen Verstoß, sondern eine Straftat. Denn „Rasen“ ist in der Schweiz als eigener Straftatbestand im Gesetz verankert. Rasern drohen Freiheitsstrafen zwischen einem und vier Jahren, die Beschlagnahmung des Autos als Tatwaffe und Bußgelder in vierstelliger Höhe.

Telefonieren am Steuer kostet in der Schweiz 90 Euro. Wer die Promillegrenze von 0,5 überschreitet, zahlt mindestens 550 Euro Strafe.

Ratgeber
Bußgelder im europäischen Ausland
17 Millionen Deutsche sind letztes Jahr mit dem eigenen Auto in den Urlaub gefahren. So praktisch die Unabhängigkeit auch ist, an die Verkehrsregeln sollte man sich im Ausland halten: denn die Bußgelder sind in manchen EU-Ländern deutlich höher als in Deutschland.

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