Biotonne (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Tipps rund um die Biotonne

  08.07.2018 | 08:30 Uhr

Für die Entsorgung von Bioabfällen sollten auf keinen Fall Plastiktüten verwendet werden – auch nicht solche, die als biologisch abbaubar oder kompostierbar gekennzeichnet sind. Darauf hat der Entsorgungsverband Saar (EVS) hingewiesen. Stattdessen sollte auf Papiertüten oder Zeitungen ausgewichen werden. Gegen Gestank und ungebetene Gäste in der Biotonne hat der EVS ein paar Tipps parat.

Der Bioabfall ist oft kein angenehmer Gast – denn wird es feucht im Mülleimer, fängt er schnell an zu stinken und es sammelt sich unten eine faulige Suppe. Um das zu vermeiden, greifen einige Menschen zu kompostierbaren oder biologisch abbaubaren Mülltüten. Es scheint die perfekte Lösung für den geruchsintensiven Biomüll.

Der EVS weist aber darauf hin, dass diese Tüten keine Alternative zu Papiertüten sind. Grund dafür sei zum einen, dass die Tüten viel zu lange brauchen, um zu verrotten. Außerdem würden deren Überreste und Zusatzstoffe über den Kompost weiter in die Umwelt verbreitet. Zum anderen seien die Tüten für EVS-Mitarbeiter kaum von normalen Plastiktüten zu unterscheiden und müssten daher umständlich aus dem Müll aussortiert werden.

Biomüll in einer Papiertüte in die Tonne

Der EVS rät daher, Biomüll in einer Papiertüte oder in Zeitung eingewickelt zu entsorgen - das können auch Bäckerei- oder Metzgertüten sein. Gestank und Brühe lässt sich vermeiden, indem man den Abfall möglichst trocken hält. Denn Feuchtigkeit verstärkt den Vergärungsprozess, der Hauptursache des unangenehmen Geruchs ist. Um den Müll möglichst trocken zu halten, empfiehlt der Entsorgungsverband, nasse Bioabfälle direkt in eine Zeitung einzuwickeln. Außerdem sollte der Müll gerade in den Sommermonaten täglich in die Tonne gebracht werden.  

Tipps gegen ungewollten Besuch

Bei heißem Wetter kann aber auch das Rausbringen des Mülls zur Tonne unangenehm werden. Denn der Gestank und die Fäulnis in der Tonne ziehen Fliegen an, die Eier legen, aus denen Maden schlüpfen. Um das Risiko von Maden im Müll zu verringern, ist es vor allem wichtig, den Müll möglichst trocken zu halten. Um Nässe zu vermeiden, hilft eine Lage geknüllte Zeitung am Tonnenboden als erste Schicht – wer Nagetiere hat, kann auch das biologisch abbaubare Streu als unterste Lage nutzen.

Fliegenschutz aus alten Gardinen basteln

Wenn möglich, sollte zudem die Tonne nicht in der Sonne stehen. Denn auch die Hitze fördert die Vergärung. Wer den Gestank verringern will, kann aber auch Kaffeesatz, Lavendelzweige oder ein paar Tropfen Zitronenöl nutzen. Wer nicht nur den Gestank, sondern insbesondere Fliegen bekämpfen will, kann selbst einen Fliegenschutz für die Mülltonne basteln. Das funktioniert mit alten Gardinen oder auch einem Fliegenschutznetz. So gelangen die Fliegen - egal wie stark der Müll riecht, gar nicht erst in die Tonne.

Sind die Maden schon da, helfen ganz einfache Hausmittel. Nach Einschätzung des EVS ist es sinnvoll, den Müll mit Kochsalz oder Kalk (kein Brandkalk) zu bestreuen. Wer die Maden nicht selbst vernichten will, der kann das auch den Vögeln überlassen. Dafür einfach den Deckel öffnen. Dafür eignen sich die Morgenstunden, weil dann die Sonne noch nicht so stark schein.

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