Ein junges Reh steht am Straßenrand (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Gefahr durch Wildwechsel

  28.10.2018 | 09:37 Uhr

Im Herbst steigt regelmäßig die Zahl an Wildunfällen. Das saarländische Verkehrsministerium hat Tipps zusammengestellt, wie Autofahrer einem Unfall vorbeugen können und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, wenn es doch mal kracht.

Viele Wildtiere verlagern in der kälteren Jahreszeit ihren Lebensraum. Ihre Wege kreuzen dabei oft Bundes- oder Landstraßen. Daher erhöht sich das Risiko für einen Wildunfall in dieser Zeit deutlich. Die Tiere sind vor allem in der Dämmerung am Morgen oder Abend unterwegs. Berufspendler, die in etwa zur selben Zeit unterwegs sind, müssen daher besonders vorsichtig sein.

Wie beugt man einem Wildunfall vor?

  • Wildtiere können die Fahrbahn jederzeit betreten. Außerhalb von Ortschaften, wo mit höherer Geschwindigkeit gefahren wird, sollten Fahrer besonders aufmerksam sein. Wenn die Strecke entlang eines Feldes oder durch einen Wald verläuft, ist zusätzliche Vorsicht geboten.
  • Gefahrenstellen sind durch das Schild „Wildwechsel“ markiert. Hier sollte die Geschwindigkeit angepasst und der Fahrbahnrand genau beobachtet werden. Fahrer sollten außerdem jederzeit in der Lage sein, bremsen zu können.
  • Wenn Wildtiere die Fahrbahn betreten und Autofahrer unvermittelt bremsen müssen oder mit ihnen zusammenstoßen, kann es zu Auffahrunfällen kommen. Daher ist es wichtig, an möglichen Gefahrenstellen einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten.
  • Befindet sich ein Tier bereits auf der Strecke, empfiehlt sich folgendes Vorgehen: Der Fahrer sollte kontrolliert abbremsen, aber nicht von der Fahrbahn abweichen. Zudem sollte er abblenden und hupen, damit das Wild die Straße verlässt.

Was ist bei einem Unfall zu tun?

War ein Unfall nicht zu vermeiden, muss die Unfallstelle so schnell wie möglich mit Warndreieck und Warnblinker abgesichert werden. Beteiligte Personen sollten die vorgeschriebene Warnweste tragen und sich außerhalb der Fahrbahn in Sicherheit bringen. Das angefahrene Tier sollte nicht angefasst werden, da es jemanden verletzen oder Krankheiten übertragen könnte.

Panorama
So viele Wildunfälle wie seit Jahren nicht
Die Zahl der Wildunfälle im Saarland ist weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 3800 - das sind so viele wie seit mindestens sieben Jahren nicht. Im Kreis St. Wendel nennt die Polizei besonders viele Strecken, an denen es häufiger Wildunfälle gibt.

Artikel mit anderen teilen