Eingang der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Homburg (Foto: SR)

Opferanwältin legt Beschwerde ein

Thomas Gerber / Onlinefassung: Rebecca Kaiser   11.10.2019 | 10:45 Uhr

Im mutmaßlichen Homburger Missbrauchsskandal will Opferanwältin Claudia Willger gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft vorgehen. Die Behörde hatte kein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche der Uniklinik und die damals zuständige Staatsanwältin eingeleitet.

Wie die Staatsanwaltschaft dem SR bestätigte, hat Willger sowohl Beschwerden eingelegt als auch ein sogenanntes Klageerzwingungsverfahren beim Oberlandesgericht (OLG) eingereicht. Die Beschwerden richten sich gegen die Ablehnung von Ermittlungen gegen drei Verantwortliche der Uniklinik. Weder für den Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie noch für eine Oberärztin noch für die Justitiarin der Uniklinik sah die Staatsanwaltschaft Anhaltspunkte für eine Straftat.

Das von Willger angestrengte Verfahren vor dem OLG bezieht sich auf ihre Strafanzeige gegen die damals ermittelnde Staatsanwältin. In ihrem Fall hatte die Generalstaatsanwaltschaft keine Veranlassung für Ermittlungen gesehen. Die Begründungen der Opferanwältin zu den jeweiligen Beschwerden liegen nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht vor.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 11.10.2019 berichtet.

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