Die französische Flagge vor dem Eiffelturm in Paris (Foto: dpa)

Reisewarnung für Côte d'Azur und Paris

  25.08.2020 | 14:16 Uhr

Die Bundesregierung warnt vor Reisen in die französischen Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie Provence-Alpes-Côte d'Azur. Grund dafür sind die steigenden Corona-Neuinfektionen. Beide Gebiete werden vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft.

"Diese französischen Regionen sind extrem betroffen"
Audio [SR 3, (c) SR/Nadine Thielen, 25.08.2020, Länge: 03:04 Min.]
"Diese französischen Regionen sind extrem betroffen"
Wie die Lage in den beiden französischen Regionen ist, darüber hat SR-Moderatorin Nadine Thielen mit ARD-Korrespondent Marcel Wagner in Paris gesprochen.

Rückkehrer aus den beiden Reisegebieten müssen sich derzeit auf das Coronavirus testen lassen. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Die Gebiete wurden als Risikogebiete eingestuft, weil es dort in den vergangenen Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Weil auch eine Reisewarnung ausgesprochen wurde, können Verbraucher nun Pauschalreisen in die betroffenen Regionen kostenlos stornieren. Die Bundesregierung schloss am Dienstag auch eine Reisewarnung für ganz Frankreich nicht aus.

Bahn warnt vor Einschränkungen

Ausnahmeregelungen für Paris-Reisende
Audio [SR 1, (c) Daniel Simarro, Patrick Wiermer, 25.08.2020, Länge: 02:11 Min.]
Ausnahmeregelungen für Paris-Reisende

Die regionale Gesundheitsbehörde ARS teilte mit, in Grand Est (Elsass, Lothringen, Champagne-Ardenne) sei der Anstieg der Infektionszahlen nur mäßig. Auch die Belegung der Krankenhäuser mit Covid-Erkrankten sei gering. Besonders in den Départements Moselle und Bas-Rhin waren zuletzt aber wieder steigende Infektionszahlen zu verzeichnen.

Nach der Risikogebiets-Einstufung könnte es nach Auskunft der Deutschen Bahn zu Einschränkungen im Zugverkehr zwischen Deutschland und Frankreich kommen, auch wenn derzeit noch alle Verbindungen angeboten werden. Einreisende aus Risikogebieten müssten ihre Kontaktdaten und ihre Aufenthaltsorte in Deutschland hinterlegen sowie eine mögliche Covid-19-Erkrankung mitteilen, teilte die Bahn dem SR mit. Das Formular dazu kann von der Internetseite der Bahn heruntergeladen werden.

Außerdem müssen Einreisende einen aktuellen, negativen Test vorlegen. Andernfalls besteht eine Quarantänepflicht. Ausnahmen gibt es für Reisende, die täglich oder bis zu fünf Tagen am Stück etwa wegen ihrer Arbeit die Grenze überqueren oder die sich weniger als 72 Stunden im Risikogebiet aufgehalten haben. Eine Ausnahme gibt es auch, wenn ein sonstiger triftiger Grund, etwa die Pflege von Angehörigen jenseits der Grenze, vorliegt.

Gesundheitsminister für Aufhebung von Pflichttests

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich am Montag für eine neue Teststrategie für Reiserückkehrer ausgesprochen. Nach der Sommerreisesaison soll es keine Pflichttests für Rückkehrer aus Risikogebieten mehr geben. Stattdessen soll eine Quarantäne-Pflicht greifen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 25.08.2020 berichtet.

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