Züge der SNCF stehen still (Foto: picture alliance / Yoan Valat/EPA/dpa)

Schnelle Bahnverbindungen nach Paris fallen aus

Mit Informationen von Lisa Huth   09.12.2019 | 21:30 Uhr

Der Generalstreik in Frankreich gegen die Rentenreform wird auch am Dienstag Auswirkungen auf den Zugverkehr haben. Wie die Deutsche Bahn dem SR mitteilte, fallen die TGV-ICE-Verbindungen von Frankfurt über Saarbrücken nach Paris aus.

Wegen des Ausstandes, der vergangene Woche begann, fallen fast alle TGV-Züge durch Frankreich aus. Reisenden werden die Kosten erstattet. Als Alternativlösung wird ihnen geraten, auf Fernbusse umzusteigen.

Video [aktueller bericht, 09.12.2019, Länge: 2:56 Min.]
Generalstreik in Frankreich dauert an

In Lothringen konzentriert die SNCF die Regionalzüge, die sie einsetzen kann, weiterhin auf der viel genutzten Pendlerstrecke Nancy-Metz-Luxemburg. Außerdem fahren vereinzelt Züge zwischen Longwy und Luxemburg. Auf dem kompletten restlichen Streckennetz fallen die Regionalzüge laut SNCF aus.

Laut Saarbahn hat der Streik der französischen Staatsbahn SNCF auch Auswirkungen auf den Saarbahn-Verkehr von und nach Sarreguemines. So könnten von Dienstagabend um 21.00 Uhr bis Mittwochmorgen um 6.00 Uhr die Saarbahn-Züge nicht in den Bahnhof von Sarreguemines einfahren. Dann fährt die Saarbahn nur von beziehungsweise bis Hanweiler. Voraussichtlich am Mittwoch um 6.00 Uhr soll der Zugverkehr zwischen Hanweiler und Saargemünd wieder aufgenommen werden.

Massive Störungen im öffentlichen Verkehr

Die anhaltenden Streiks gegen die Rentenreform haben im Pariser Großraum am Montagmorgen wieder Hunderte Kilometer Staus verursacht. Es war bereits der fünfte Tag in Folge, an dem es massive Störungen im öffentlichen Verkehr in Frankreich gibt. Für Dienstag ist in Paris eine Großdemonstration angekündigt. Es ist also zu erwarten, dass der Streik noch weiter fortgeführt wird.


Hintergrund:

Generalstreik in Frankreich
Kräftemessen zwischen Gewerkschaften und Regierung
Wie schon am 5. Dezember 1995 haben die Gewerkschaften in Frankreich aus Protest gegen Rentenreformpläne der Regierung auch 2019 zum Generalstreik aufgerufen. Vor 24 Jahren hatte die Regierung nach drei Wochen eingelenkt - Emmanuel Macron aber will diesmal unbedingt hart bleiben.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 09.12.2019 berichtet.

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