Freunde feiern an einem Tisch im Freien. (Foto: imago images / Greatstock)

Luxemburg will größere Treffen besser regulieren

  01.07.2020 | 19:15 Uhr

Angesichts einer Reihe von neuen Coronavirus-Infektionen hat Luxemburg seine Corona-Regeln wieder etwas verschärft. Für Treffen von mehr als 20 Menschen sollen die bisher geltenden Abstandsempfehlungen durch verbindliche Vorschriften ersetzt werden, teilte der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel mit.

Am Mittwoch habe es in Luxemburg bei knapp 6000 Tests 46 Neuinfektionen gegeben. "Diese Zahlen sind nicht alarmierend, aber wir müssen verhindern, dass wir in der Zukunft eine Verschlechterung der Lage bekommen", so der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel. Bei den Neuinfektionen handele es sich vor allem um jüngere Leute.

Strengere Regeln

Seit Ende vergangener Woche steigt die Zahl der Neuinfektionen im Großherzogtum stärker an. In der vergangenen Woche wurden knapp 150 neue Fälle gezählt. Der Anstieg wird unter anderem mit privaten Feiern in Zusammenhang gebracht, die in Luxemburg wieder erlaubt sind.

Bettel sagte, unter anderem habe es in einem Lokal eine Feier gegeben, die als privat deklariert worden und daher ohne verbindliche Regeln abgelaufen sei. Dies habe zu 24 Neuinfektionen geführt. "Deshalb werden wir künftig bei Treffen von mehr als 20 Personen wieder verpflichtende Regeln haben, egal ob es sich um private oder öffentliche Treffen handelt", so Bettel.

Sanktionen drohen

Einzelheiten eines neuen Gesetzes müssten noch formuliert werden. "Das Ziel ist, dass es bei Verstößen auch Sanktionen gibt. Das kann bis zur Schließung eines Lokals gehen", erklärte der Premier. Die Lage sei derzeit "nicht alarmierend". Das könne aber nur so bleiben, wenn alle Bürger sich verantwortungsvoll verhielten. "Man muss vorsichtig sein und die Regeln respektieren."

In Luxemburg lag am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Personen bei insgesamt 4345. Es gab bislang 110 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Seit Beginn der Krise wurden insgesamt 191.282 Personen getestet.

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