Smart-Werk in Hambach (Foto: dpa)

Smart-Mitarbeiter in Hambach streiken

Karin Mayer   17.09.2020 | 12:25 Uhr

Bei Smart in Hambach haben die Mitarbeiter ihren Warnstreik begonnen. Dazu aufgerufen hatte die französische Gewerkschaft CGT. Sie befürchtet, dass es bei einer Übernahme des Werks durch den britischen Konzern Ineos zu einem Stellenabbau kommt.

Die Beschäftigten von Smart in Hambach fordern weiter Jobgarantien im Werk Hambach. Sieben Jahre lang bis Ende 2027 soll der Investor die Arbeitsplätze garantieren oder zumindest finanzielle Zusagen machen.

Weil der Autohersteller Daimler ihnen die Produktion eines Elektromodells zugesagt hatte, verlangen sie jetzt ähnliche Zusagen beim Verkauf des Werks. Der Pharmakonzern Ineos hat ein verbindliches Kaufangebot abgegeben. Die Tochter Ineos Automotive will einen Geländewagen auf den Markt bringen. Weil der Autohersteller bisher nur ein Modell entwickelt hat, das noch nicht verkauft wird, ist schwer abzusehen, welche Stückzahlen in Hambach gebaut werden.

1600 Mitarbeiter betroffen

In dem Streikaufruf an die Belegschaft heißt es: Die Übernahme des Werkes durch den britischen Konzern Ineos könne zu drastischem Personalabbau führen. Das sei bei einem Treffen der Gewerkschaften mit der Smart-Direktion klargeworden.

Bei Smart und den Zulieferern sind derzeit rund 1600 Mitarbeiter beschäftigt.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 17.09.2020 berichtet.

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