Corona-Teststation in Bascharage (Luxemburg) (Foto: Harald Tittel/dpa)

Hohe Fehlerquote bei negativen Coronatests in Luxemburg möglich

  06.08.2020 | 19:06 Uhr

Die Luxemburger Regierung geht davon aus, dass bis zu 20 Prozent der negativen Coronatests im Großherzogtum falsch sein können. Falsch-positive Ergebnisse seien hingegen eher unwahrscheinlich.

Ob eine Coronainfektion tatsächlich erfolgreich nachgewiesen wird, hänge von vielen Faktoren ab, teilte die luxemburgische Gesundheitsministerium Paulette Lenert in einer Antwort auf eine Parlamentsanfrage mit.

Abstrichqualität- und zeitpunkt mitentscheidend

Entscheidend sei beispielsweise die Qualität des Abstrichs - tief im Hals oder in der Nase - ebenso wie der Zeitpunkt. Erfolgt der Abstrich zu früh oder nachdem die Infektion bereits abgeklungen ist, können möglicherweise nicht mehr genug Viren für einen Nachweis erfasst werden.

Es werde geschätzt, dass bis zu 20 Prozent der negativen Ergebnisse falsch sein können, so Lenert. Sollten nach einem negativen Testergebnis doch typische Covid-19-Symptome - etwa eine bilaterale Lungenentzündung auftreten - empfiehlt die Ministerin daher, den Test zu wiederholen.

Geringe Fehlerquote bei positiven Tests

Liefert der Test umgekehrt ein positives Ergebnis, könne davon ausgegangen werden, das sich die Person tatsächlich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Die dafür entscheidende "Spezifität" liege bei den verwendeten Tests bei 99 bis 100 Prozent.

Zahl der Neuinfektionen sinkt wieder

Ende Juni waren die Corona-Fallzahlen im Großherzogtum wieder merklich angestiegen. Die deutschen Behörden haben Luxemburg aktuell als Risikogebiet eingestuft. Seit einigen Tagen sinkt die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen im Großherzogtum wieder.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 06.08.2020.

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