Ein Polizist patrouilliert die leeren Straßen bei Nacht. Die Ausgangsperre die wegen der Corona-Pandemie verhängt wurde, wurde verschärft. (Foto: picture alliance/dpa/XinHua | Serge Haouzi)

Strengere Corona-Ausgangssperren in Frankreich

  09.01.2021 | 19:48 Uhr

Im Elsass gilt ab Sonntag wegen des Coronavirus eine verschärfte abendliche Ausgangssperre. Diese galt zuvor bereits in anderen, von der Pandemie besonders betroffenen Regionen. Nun wird die verschärfte Ausgangssperre in weiteren Départements eingeführt, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen.

Die Corona-Lage in dem Département Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Straßburg gebe Anlass zu großer Sorge, teilte die zuständige Präfektur am Samstag mit. Daher werde die Ausgangssperre von 20.00 auf 18.00 Uhr vorverlegt. Ähnlich äußerte sich das Département Haut-Rhin.

Außerdem erklärten bislang Allier, Cher und Côte d'Or, dass die strengeren Maßnahmen bei ihnen ab Sonntag gelten sollen. Bereits seit Anfang Januar gilt diese Regelung in 15 Départements, auch in dem ans Saarland angrenzende Département Moselle. Im restlichen Teil des Landes, darunter auch Paris, gilt eine abendliche Ausgangssperre ab 20.00 Uhr.

Spaziergang, Einkauf und Sport untersagt

Die Menschen dürfen zu dieser Zeit weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe das Haus verlassen. Spaziergänge, Einkäufe oder Sport an der frischen Luft sind aber untersagt. Angesichts zunehmender Kritik an den scharfen Maßnahmen verteidigte Frankreichs Regierungschef Jean Castex diese als "schwierig, aber notwendig". Frankreich ist eines der europaweit am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Länder.

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