Symbolbild Hochwasser: Ein Verkehrszeichen "Fussgängerübergang" ragt auf einer überschwemmten Strasse aus den Fluten hervor. (Foto: picture-alliance / Romain Fellens | Romain Fellens)

Viele Straßen nach Unwetter in Frankreich und Luxemburg gesperrt

Lisa Huth / Onlinefassung: Anne Staut   15.07.2021 | 20:10 Uhr

Frankreich, Luxemburg und Ostbelgien sind ebenfalls stark vom Unwetter getroffen worden. Wegen Überschwemmungen sind im lothringischen Département Moselle zahlreiche Straßen gesperrt. Auch in Luxemburg gibt es Straßensperrungen.

Im lothringischen Département Moselle wurden nach Angaben der Präfektur Umleitungen eingerichtet, weil zahlreiche Straßen durch das Unwetter gesperrt sind. Besonders betroffen ist die Mosel-Gegend zwischen Metz, Thionville und der luxemburgischen Grenze. Dort wurden vereinzelt auch Ortschaften überschwemmt und evakuiert. Besonders starke Überschwemmungen gab es unter anderem in Fixem, Beyren-les-Sierck, Puttelange-les-Thionville und in Longuyon.

Für Lothringen werden weitere Regenfälle gemeldet. Im Elsass ist der Rhein bei Kehl über die Ufer getreten, die Schifffahrt wurde eingestellt.

Viele Unwettereinsätze auch in Luxemburg

Auch der Zugverkehr von Metz nach Luxemburg ist stark beeinträchtigt. Ab Thionville ist er komplett eingestellt. Grund ist unter anderem die Überschwemmung Zugtunnels bei Hagondange. Die SNCF geht davon aus, dass dort vor Montag kein Zug mehr verkehren kann. Inzwischen ist ein Busersatzverkehr eingerichtet.

In Luxemburg sind ebenfalls viele Zugstrecken blockiert. Fast überall werden dort Ersatzbusse gestellt. Wegen Erdrutschen und Überschwemmungen sind allerdings landesweit auch viele Straßen gesperrt. Die Rettungsdienste bitten die Menschen in Luxemburg, nur noch anzurufen, wenn Menschenleben bedroht seien. Die Zahl der Einsätze sei zu groß. Im Laufe des Nachmittags begannen die Pegelstände vielerorts, langsam wieder zu sinken.

Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel kündigte am Abend Hilfen in Höhe von 50 Millionen Euro an. Bettel sagte, Meldungen über Tote oder Verletzte habe es zwar im Großherzogtum bislang nicht gegeben, verwies aber auf die Toten in Deutschland. "Wir sind in Gedanken bei den Familien der Opfer."

Auch in Belgien schwere Schäden

Auch aus der Wallonie und Ostbelgien werden schwere Schäden gemeldet. Häuser stehen dort teils bis zum zweiten Stock unter Wasser, Autos werden von den Fluten weggerissen, für Rettungskräfte gibt es kein Durchkommen mehr. Die Behörden fordern dazu auf, die am schlimmsten betroffenen Gegenden weiträumig zu umfahren.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 15.07.2021 berichtet.

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