Grabstätten im Frühling (Foto: Pixabay/congerdesign)

5000 zusätzliche Tote in Grand Est

Thomas Braun / mit Informationen von David Differdange   22.07.2020 | 21:43 Uhr

In der Region Grand Est hat es zwischen März und Ende Mai rund 5000 Todesfälle mehr gegeben als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Besonders betroffen waren die Départements Haut-Rhin, Bas-Rhin und das ans Saarland angrenzende Moselle.

Insgesamt sind in Grand Est in diesem Zeitraum - der Hochphase der Corona-Pandemie - knapp 18.000 Menschen gestorben. Das sind 37 Prozent mehr als aus dem Durchschnitt der Vorjahre zu erwarten gewesen wäre, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der französischen Gesundheitsbehörde Santé publique France hervorgeht.

Nur der Großraum Paris verzeichnete im gleichen Zeitraum mit einem Plus von knapp 64 Prozent einen höheren Zuwachs der Sterblichkeit. Hier sind 12.000 Menschen mehr gestorben, als erwartbar gewesen wäre. Diese Regionen waren besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen.

Während es in Grand Est vor allem in der älteren Bevölkerung ab 65 Jahren einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen gab, starben im Großraum Paris auch mehr jüngere Menschen als in den Vorjahren.

Drei Départments in Grand Est besonders betroffen

In Grand Est hat es besonders das Departement Haut-Rhin im Elsass getroffen. Eine deutliche Übersterblichkeit gab es laut der Studie auch in Bas-Rhin und Moselle. Der Lockdown in Grand Est habe allerdings auch eine stärkere Verbreitung in der Grenzregion verhindert.  

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 22.07.2020.

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