Impfflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte in Frankreich (Foto: picture alliance / NurPhoto | Artur Widak)

Strengere Corona-Regeln in Frankreich

  09.08.2021 | 06:41 Uhr

In Frankreich ist eine Verschärfung der Corona-Restriktionen in Kraft getreten. Die Notwendigkeit des Gesundheitspasses wird ausgeweitet, und für Pflegepersonal gibt es eine Impfpflicht. Einige Regeln wurden nach Protesten etwas gelockert.

Der Gesundheitspass (pass sanitaire), also der Nachweis einer vollständigen Impfung gegen Covid-19, einer vollständigen Genesung von der Krankheit oder eines negativen Tests, wird in großen Teilen des täglichen Lebens in Frankreich zur Pflicht. Er muss etwa beim Betreten von Restaurants und Cafés, Gesundheitseinrichtungen, manchen Einkaufszentren, Messen und Jahrmärkten sowie für Fernreisen in öffentlichen Verkehrsmitteln vorgezeigt werden.

Ab sofort strengere Corona-Regeln in Frankreich
Audio [SR 2, Jochen Marmit / Sabine Wachs, 09.08.2021, Länge: 02:54 Min.]
Ab sofort strengere Corona-Regeln in Frankreich

Wegen landesweiter Proteste gegen die Verschärfung der Corona-Regeln hat die französische Regierung einige vorgesehene Maßnahmen wieder gelockert. Wie Gesundheitsminister Olivier Véran in einem Interview der Zeitung "Le Parisien" ankündigte, sollen negative Tests 72 Stunden gültig sein - statt der zunächst vorgesehenen 48 Stunden. Außerdem sollen neben Antigen- und Schnelltests auch Selbsttests unter medizinischer Aufsicht anerkannt werden.

Für Gesundheits- und Pflegekräfte sowie für Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte gilt eine Impfpflicht. Die Beschäftigten müssen sich bis zum 15. September impfen lassen, andernfalls können sie freigestellt werden.

Nachgefragt: Meinungen zum französischen Gesundheitspass
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 09.08.2021, Länge: 02:50 Min.]
Nachgefragt: Meinungen zum französischen Gesundheitspass

Süden Frankreichs Corona-Hochrisikogebiet

Der Süden Frankreichs gilt seit Sonntag als Corona-Hochrisikogebiet. Die Bundesregierung stufte die französischen Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie die Insel Korsika und auch die französischen Überseegebiete Guadeloupe, Martinique, Réunion, St. Martin und St. Barthélemy aufgrund gestiegener Ansteckungszahlen entsprechend ein. Rückkehrer, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen damit in Deutschland in Quarantäne und können diese frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test beenden.

Einreise, Urlaub oder Durchreise
Das gilt beim Grenzübertritt in der Großregion
Frankreich hat seine Corona-Regeln verschärft. Wer dort Urlaub machen möchte, braucht entweder einen negativen Coronatest oder einen Impf- bzw. Genesenennachweis. Gleiches gilt auch für Kinos, Theater, Restaurants und manchen Einkaufszentren. Welche weiteren Regeln für Frankreich und für Luxemburg und Belgien gelten, haben wir hier zusammengefasst.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 08.08.2021 berichtet.

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