Eine französische Flagge weht auf einem Gebäude in Strasbourg (Foto: unsplash/Hassan Anayi)

Deutlich steigende Inzidenz in Moselle

Lisa Huth   24.07.2021 | 18:02 Uhr

Im Département Moselle liegt die 7-Tage-Inzidenz mittlerweile über 50. Dieser Wert galt lange als die Grenze, über der keine Kontaktnachverfolgung mehr möglich ist. Nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde ARS liegt die Inzidenz im saarländischen Nachbardépartement jetzt bei 62,7.

Verglichen mit ganz Frankreich ist die 7-Tage-Inzidenz mit 125,7 allerdings doppelt so hoch, wie in Grand Est. Als Reaktion auf die steigenden Inzidenzen hat das Robert-Koch-Institut mittlerweile wieder Korsika, Okzitanien und die Überseegebiete La Réunion, Französisch-Guayana und St. Martin als Risikogebiete ausgewiesen. Seit Samstag gelten außerdem Martinique und Provence-Alpes-Côte d'Azur als Risikogebiet.

Weniger Krankenhauspatienten als im April

Ähnlich wie in Deutschland nimmt die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern nicht entsprechend der Inzidenzahlen zu. Ein Grund ist die zunehmende Zahl der Geimpften. Lagen Mitte April 2700 Menschen in der gesamten Region Grand Est im Krankenhaus, von denen fast 500 auf Intensivstationen behandelt wurden, sind es jetzt nur 433, davon 38 auf Intensivstationen.

Frankreich hat bereits auf die steigenden Inzidenzzahlen reagiert und seit dem 21. Juli erneut die Corona-Regeln verschärft. Einreisende brauchen nun einen Impfnachweis oder regelmäßig negative Testnachweise. Die Kosten für die Tests müssen Touristen selber tragen.

Im Saarland liegt die Inzidenzzahl derzeit bei 20.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 24.07.2021 berichtet.

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