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ArcelorMittal will Jobs in Luxemburg streichen

  10.09.2020 | 20:41 Uhr

Der weltweit größte Stahlproduzent ArcelorMittal will in Luxemburg rund 570 Arbeitsplätze abbauen. Das Unternehmen begründete dies am Donnerstag mit erheblichen Einbrüchen in der europäischen Auto- und Bauindustrie im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie.

Zuletzt waren im Großherzogtum Luxemburg, wo sich auch der Firmensitz des Konzerns befindet, rund 3900 Menschen beschäftigt. Für das gesamte Jahr erwartet der Stahlkocher einen Rückgang der Autoproduktion in Europa um 26 Prozent. Auch in der Bauindustrie seien nach einem Rückgang um 15 Prozent im zweiten Quartal "wenige Zeichen für einen Aufschwung" zu sehen.

Minister nimmt Konzern in die Pflicht

Der luxemburgische Wirtschaftsminister Franz Fayot sprach von einem "düsteren Moment in der Stahlgeschichte des Landes". Die Regierung habe viele Jahre der Stahlindustrie geholfen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Man hoffe, dass auch das Unternehmen sich dem "Sozialmodell Luxemburgs" verpflichtet fühle und dauerhafte Garantien für seine Stahlstandorte in Luxemburg gebe. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 190.000 Menschen.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 10.09.2020 berichtet.

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