Eine Pflegerin schiebt ein Krankenbett über den Flur. (Foto: picture alliance/Marijan Murat/dpa)

Saarland nimmt weiterhin französische Patienten auf

  19.10.2020 | 12:52 Uhr

Das Saarland bietet den französischen Nachbarn immer noch Unterstützung bei der Versorgung von Coronapatienten an. Das hat die Landesregierung dem SR auf Anfrage bestätigt.

Demnach kann die französische Regierung bei Engpässen in den eigenen Krankenhäusern auf saarländische Hilfe zurückgreifen. Bereits im März dieses Jahres hatten mehrere saarländische Kliniken Patienten aus Grand Est medizinisch versorgt.

Damals waren die Kliniken in Grand Est durch die große Anzahl an Patienten überfordert – die Behandlungskapazitäten überschritten. Neben dem Saarland hatten auch andere Kliniken in Deutschland und auch Krankenhäuser aus der Schweiz Patienten von dort übernommen.

So viele Neuinfektionen wie noch nie

Das damalige Angebot französische Patienten in saarländischen Kliniken aufzunehmen, gilt weiterhin. Das bestätigte die Regierung auf Anfrage des SR. Derzeit verzeichnet Frankreich wieder einen starken Anstieg der Infektionszahlen. Am Samstag meldete das Land mehr als 32.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Das ist die höchste Zahl der gemeldeten Neuinfektionen seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in Frankreich.

Das ganze französische Festland gilt nach dem Robert Koch-Institut als Risikogebiet. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat Frankreich deswegen die Anti-Corona-Maßnahmen verschärft und für einzelne Städte erneut eine Ausgangssperre verhängt.

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