Französischer Krankenwaagen von hinten (Foto: IMAGO / Photo12)

Probleme bei Rettungsfahrten über die Grenze

mit Informationen von Lisa Huth   14.09.2022 | 19:15 Uhr

In einem Abkommen zwischen dem Saarland und Lothringen wurde 2008 vereinbart, dass Rettungsdienste über die deutsch-französische Grenze hinweg arbeiten können. Allerdings müsse dieses Abkommen dringend aktualisiert und verbessert werden, sagte die Gesundheitskoordinatorin des Eurodistrikt SaarMoselle, Karin Mertens. In der Praxis hapere es an einigen Stellen.

Probleme bei grenzüberschreitenden Rettungseinsätzen gibt es zum Beispiel dann, wenn die Feuerwehr involviert ist – die steht nämlich nicht in dem Abkommen der Rettungsdienste über die Grenze hinweg. Lücken wie diese wurden am Mittwoch beim grenzüberschreitenden Gesundheitstag in Forbach besprochen.

Video [aktueller bericht, 14.09.2022, Länge: 3:10 Min.]
Noch vieles im Argen bei der grenzübergreifender Gesundheitsversorgung

Viele Neuerungen notwendig

Karin Mertens, Gesundheitskoordinatorin des Eurodistrikt SaarMoselle, hält einige Neuerungen im Abkommen für nötig. So gingen bei einem Notfall für die Genehmigung der Grenzüberschreitung immer noch Faxe hin und her – das müsse dringend auf den neuesten Stand gebracht werden.

Außerdem sehe das alte Abkommen zwar vor, dass ein deutscher Rettungswagen einen Einsatz über die Grenze fahren dürfe, etwa in Großblittersdorf. Statt dann ins nächstgelegene Krankenhaus zu fahren, zum Beispiel auf den Winterberg, dürfe der Patient dann aber nur nach Nancy oder Straßburg gebracht werden.

Mertens sieht Ball im Saarland

Der Ball liegt laut Mertens jetzt im Feld des saarländischen Innenministers Reinhold Jost (SPD). Der müsse für ein Abkommen als erster aktiv werden.

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